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NEWSLETTER FEBRUAR 2014


EXTREM ÜBERFLÜSSIG
Die Schröder'sche «Extremismusklausel» ist vielleicht bald vom Tisch.

Die sogenannte Demokratie-Erklärung ist eine schriftliche Einverständniserklärung, die Antragssteller für Bundesförderprogramme seit 2011 unterzeichnen müssen. Eingeführt hat sie die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder, um Anti-Nazi-Initiativen die Arbeit zu erschweren. Viele engagierte Projekte waren dadurch in ihrer Existenz bedroht. Die Erklärung beinhaltet ein Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und die Verpflichtung, dafür «Sorge zu tragen, dass die als Partner ausgewählten Organisationen, Referenten etc. sich ebenfalls zu den Zielen des Grundgesetzes verpflichten.» Ihre Nachfolgerin Manuela Schwesig kämpft nun für die Abschaffung des «Schwurs auf die Verfassung», es fehlt allerdings noch eine Einigung mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Aber wie kam es eigentlich zu diesen staatlichen Förderungsinitiativen mit so blumigen Namen wie «Toleranz fördern – Kompetenz stärken», «Initiative Demokratie Stärken» und «Zusammenhalt durch Teilhabe» und wie erfolgreich waren sie bisher? Ein gerade mit Hilfe der Stiftung erschienenes Buch trägt in einem ersten Rückblick auf die Zeit zwischen 2000 und 2013 sehr unterschiedliche, kritische Perspektiven auf Chancen, Grenzen und Entwicklungen dieser Bundesprogramme zusammen.
Lesen Sie mehr darüber in der Rubrik Publikationen.

200 Jahre Jenny Marx

Nach dem Tod von Jenny und Karl Marx vernichteten ihre Töchter Eleanor und Laura das meiste an Korrespondenz. Überliefert ist nur, was sich in der Hand Dritter befand, aber auch das, was zufällig übersehen wurde. Insgesamt sind es 330 Dokumente, die anlässlich des 200. Geburtstages von Jenny Marx nun erstmals vollständig veröffentlicht wurden. Das Material erwies sich trotzdem als ausreichend, um ein lebensnahes Bild von Jenny Marx zu zeichnen.

Die Hansestadt Salzwedel würdigt ihre bekannte Tochter Jenny Marx, geborene von Westphalen mit einer Vielzahl von Begegnungen und Aufführungen. Den Auftakt bildet die Eröffnung der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung geförderte Ausstellung «Jenny Marx – eine couragierte Frau zwischen Salzwedel und London» am 8. Februar 2014 in der Kreismusikschule – dem damaligen Geburtshaus von Jenny Marx.

In weiteren Gesprächen, Podiumsdiskussionen sowie literarisch-künstlerischen und musischen Darbietungen wird dieser fortschrittlichen, starken und gebildeten Frau gedacht, die unter anderem als Sekretärin und Geschäftsführerin ihres Mannes Karl Marx agierte:


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In letzter Minute:

Make it real!
Erneuert Netzaktivismus unsere Demokratie?
Die Diskussion am 31.1. in Berlin mit Peter Dahlgren (Department of Communication and Media, Universität Lund, Katharina Meßmer (#aufschrei-Initiatorin) und Adrià Rodríguez (Fundación de los Comunes, Barcelona) kann online per Video-Livestream verfolgt werden.
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Beyond Aid - Von Wohltätigkeit zu Solidarität
Beyond Aid - Von Wohltätigkeit zu Solidarität
Frankfurt, 20. bis 22.2.

Welche Formen der Solidarität und Kooperation in einer globalisierten Welt können nachhaltige Veränderungen bewirken? Zweite Frankfurter Hilfe-Konferenz.

«Beyond Aid», die Idee einer internationalen Kooperation jenseits von Hilfe, bestimmt mehr und mehr die entwicklungspolitische Debatte. Die Kritik an den bestehenden Formen von Hilfe aber ist vielschichtig. Die einen würden sie am liebsten vollständig auflösen und durch Eigenverantwortung ersetzten, die anderen kritisieren, dass Hilfe bestenfalls Not lindert und dabei Ungleichheiten zementiert.

Gerade weil unter «Beyond Aid» so unterschiedliche Akteure aufeinander treffen wie die Weltbank, regierungsnahe Think Tanks, Nichtregierungsorganisationen und unabhängige «grass root»-Organisationen, muss nach Ansätzen gesucht werden, die über Hilfe hinausgehen und die strukturellen Ursachen der Hilfsbedürftigkeit herausfordern.

Während der Tagung wird es einen Video-Livestream geben: livestream.rosalux.de
Hashtag: #beyondaid

Die Armut des Kapitalismus
Berlin, 19.2.

Konflikte um natürliche Ressourcen, Arbeitsrechte und Nahrungsmittel-Souveränität. «Luxemburg Lecture» mit John Hilary.

In seinem 2013 erschienenen Buch «The Poverty of Capitalism» verdeutlicht John Hilary, dass die erst kürzlich erfahrene Krise die Ursachen für massenhafte Armut und globale Kämpfe um Ungerechtigkeit freigelegt hat: Das globalisierte kapitalistische Wirtschaftssystem und dessen ständiger Wachstums- und Ressourcenhunger. Er arbeitet heraus, dass ein Systemwandel notwendig ist, um den Konflikt zwischen der Endlichkeit der planetaren Ressourcen und der uneingeschränkten ökonomischen Wachstumsdynamik aufzuheben und so eine ökologische Katastrophe zu vermeiden.
In dem Vortrag wird John Hilary zudem auf die aktuellen Entwicklungen zum TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen der EU und den USA sowie auf die Problematik der Investor-Staat-Klagerechte eingehen.

Die Europawahl rückt langsam näher. Veranstaltungen zum Top-Thema im Februar:

Alle Veranstaltungen: www.rosalux.de/veranstaltungen.html

Weiterbildung

Die Politische Bildung ist angesiedelt in der Akademie für Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Unser Ziel ist es, Inhalte, Persönlichkeitsentwicklung und politisches Handwerk zu verbinden. Die einzelnen Bildungsangebote werden so zu einem Begegnungsort für Linke, zu einem Ort politischer Debatte, kultureller Annäherung und breiter Vernetzung.

  • Stuttgart, 8.2.: Wer, wenn nicht wir?
    Motivierende Leitung und Moderation von Gruppen und Gremien
    Weiterbildungskurs Politikmanagement - Modul II
  • Berlin, 21.2.: Großgruppenworkshop 2014
    Selbstorganisation und Dynamiken von Selbststeuerungsprozessen
  • Berlin, 28.2.: Finanzakquise – Politische Arbeit durch Drittmittel finanzieren
    Für Vereine und politische Initiativen ist die Akquise von finanziellen Mitteln für ihre politische Arbeit Bestandteil alltäglicher Arbeit, oft genug eine zeitraubende und nicht erfolgreiche. Das Seminar will hier notwendige Grundlagen vermitteln, Austausch ermöglichen und die Teilnehmenden in die Lage versetzen, erfolgversprechend Gelder für ihre Vorhaben zu akquirieren.

«Politik als Veränderungsprojekt»
Neuer Kurs bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Ein Kurs, der unterschiedliche Erfahrungen aus politischen Fortbildungen im linken Feld zusammen bringt und zugleich das Denken über linke «Tellerränder» hinaus ermöglicht. Diese Idee traf einen Nerv und ermöglicht diese ungewöhnlich breite linke Kooperation auf dem Feld der Fortbildung. Es wirken u.a. Beteiligte der attacademie, des ver.di U35-Programms, verschiedener Kurse der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie weiterer linker Bildungsträger mit. Genauso heterogen wie das Team, werden die Lernorte sein. Wir wünschen uns einen ausgewogenen TeilnehmerInnenkreis aus Partei(en), Gewerkschaften, NGO´s bis zu AkteurInnen sozialer Bewegungen und lokaler Initiativen. Inhaltlich geht es um die eigene Verortung im linken Politikfeld, um Visionen und Transformationsvorstellungen, um Veränderung als Prozess, um das Organisiertsein und viel Know How für das Verändern. Begleitend zu den Seminaren gibt es Raum für die Realisierung konkreter Projekte.
Mit diesem Zuschnitt versteht sich das Angebot als eine praxisbezogene berufsbegleitende Fortbildung, die Grundlagen der Prozesssteuerung und Organisationsentwicklung, der Politischen Strategie sowie des Projektmanagements vereint.

Der Kurs «Politik als Veränderungsprojekt» im Überblick:

  • Start 8. bis 12. Oktober 2014 in Elgersburg/Thüringen – Ende September 2015
  • Im Zweimonatstakt werden bundesweit viertägige Module stattfinden
  • Teilnahmezahl max. 20 Personen
  • Umfang 160 Ausbildungsstunden plus 40 Stunden Praxisarbeit
  • Teilnahmebeitrag 500 € / ermäßigt 300 € / Institutionenbeitrag 1.500 €
  • Die Ausschreibung ist auf der Website zu finden
  • Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2014
  • Kontakt: Ronald Höhner, Tel.: 030 44310-149, hoehner@rosalux.de,




Comrade, where are you today?
Comrade, where are you today?

1988 reist die 20-jährige Finnin Kirsi Marie Liimatainen in die DDR, um an der internationalen Jugendhochschule «Wilhelm Pieck» Marxismus-Leninismus zu studieren. Im Sommer 1989 endet das Studienjahr und wenige Monate später fällt die Berliner Mauer. Nach 24 Jahren begibt sich Kirsi Marie Liimatainen auf eine filmische Reise nach Nicaragua, Südafrika, Chile, Bolivien, in den Libanon, Deutschland und Finnland, um ihre KommilitonInnen wiederzutreffen. Was ist heute übrig von ihrem gemeinsamen Traum der Befreiung aller Unterdrückten?

Die Dreharbeiten für diesen persönlichen Dokumentarfilm sind abgeschlossen, jetzt benötigen Regisseurin Kirs Liimatainen und Produzent Christian Stellwerk noch erhebliche Finanzmittel, um die Postproduktion fertigstellen zu können. Jede/r Einzelne kann mit einer kleinen Spende mithelfen. Dafür läuft noch bis zum 1.3.2014 eine Crowdfunding-Kampagne.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat im vergangenen Jahr Recherchen für diesen Film im Rahmen ihrer Projektförderung unterstützt.
www.startnext.de/comrade | www.facebook.com/comrade.film | youtu.be/wukI8dGT4OI
Videodokumentationen: www.youtube.com/rosaluxstiftung
Audiodokumentationen: soundcloud.com/rosaluxstiftung
Mediathek: mediathek.rosalux.de



Der Sommer ist vorbei…

«Der Sommer ist vorbei…»
Vom «Aufstand der Anständigen» zur «Extremismus-Klausel»: Beiträge zu 13 Jahren «Bundesprogramme gegen Rechts».

Der Anschlag auf die Neue Synagoge in Erfurt, der brutale Mord an Alberto Adriano im Dessauer Stadtpark und ein (bis heute unaufgeklärter) Bombenanschlag auf jüdische und muslimische Einwanderer_innen in Düsseldorf schockierten im Jahr 2000 die deutsche (und internationale) Öffentlichkeit und brachten die Bundesregierung in Zugzwang: sie musste endlich etwas gegen Nazi-Umtriebe und Gewalttaten unternehmen, die schon die bleiernen Jahre nach der Wiedervereinigung geprägt hatten.
Dieses Buch trägt in einem ersten Rückblick auf die Zeit zwischen 2000 und 2013 sehr unterschiedliche, kritische Perspektiven auf Chancen, Grenzen und Entwicklungen dieser Bundesprogramme zusammen.
Mit Beiträgen von:
Friedrich Burschel, Heike Kleffner, Bianca Klose, Doris Liebscher, Norbert Madloch, Henning Obens, Katrin Reimer, Uwe Schubert, Titus Simon und Gerd Wiegel.

Gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Dieses Buch wird unter den Bedingungen einer CC-Lizenz veröffentlicht: Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0.
152 Seiten, 16.00 Euro, ISBN 978-3-942885-61-4 | WG 973, Januar 2014
Edition Assemblage

  • Lenin ehren
    Die jährlich wiederkehrende Aneinanderreihung von Lenin, Luxemburg und Liebknecht wird weder Lenin, Luxemburg noch Liebknecht gerecht. Ein Plädoyer gegen die oberflächliche Lenin-Rezeption von Lutz Brangsch.
  • Ein Himmel voller Kameras
    Unbemannte fliegende Systeme markieren eine neue Dimension der Überwachung. Standpunkt 1/2014 von Matthias Monroy und Andrej Hunko.
  • Was bleibt?
    Die kommunistische Verfolgung von Kommunistinnen und Kommunisten und der Fall Walter Janka.
  • Jahrbuch Standpunkte 2013
    Sammelband aller Standpunkte und Standpunkte International in 2013.
  • WORK IN PROGRESS. WORK ON PROGRESS
    Beiträge kritischer Wissen­schaft. Doktorand_innen-­Jahrbuch 2013 der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
  • «Wenn das Alte stirbt …»
    Die organische Krise des Finanzmarktkapitalismus. Manuskripte (Neue Folge) Nr. 8 von Michael Brie (Hrsg.)
Parteien und Wahlen:
Wahlkalender und -analysen: www.rosalux.de/wahlanalysen

Alle Publikationen: www.rosalux.de/publikationen.html



Care-Revolution
  • Care-Revolution
    Berlin, 14. bis 16.3.

    Aktionskonferenz zur Krise sozialer Reproduktion.
    Soziale Reproduktion betrifft uns alle – es geht um unser Leben, unseren Alltag: Wie und mit wem wollen wir wohnen? Wie sorgen wir für uns und andere? Wie wollen wir gepflegt werden und wie kann gute Gesundheitsversorgung aussehen?
    Viele Menschen arbeiten in diesen Bereichen – einige bezahlt, andere unbezahlt. Wir alle sind darauf angewiesen. Wie also können die Lebensverhältnisse so gestaltet werden, dass sie unseren Wünschen und Bedürfnissen entsprechen?
  • LiMA14: Walls and Bridges
    Berlin, 17. bis 23.3.
    Die 14. Linke Medienakademie findet im März 2014 in Berlin statt. Eine Programmübersicht ist bereits online. Tickets und mehr: www.lima14.de
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Fotonachweis:
- Jenny Marx, 1835 in Trier (Foto: Deutsches Historisches Museum, Berlin)

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