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Weniger freizügig?

Die von den SchweizerInnen am 9. Februar angenommene Initiative «Gegen Masseneinwanderung» der Schweizerischen Volkspartei sieht jährliche Höchstzahlen und Kontingente für die Zuwanderung von AusländerInnen vor. Außerdem haben Menschen mit einem Schweizer Pass Vorrang bei Neueinstellungen - in einem Land, in dem mit einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent praktisch jede/r eine Arbeit findet. Steht das seit 2002 geltende Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU auf dem Spiel? Erste Konfrontationen zwischen der Willensnation und der Europäischen Union sind schon zu verzeichnen: Nach dem Stopp eines geplanten Abkommens zur Öffnung des Schweizer Arbeitsmarktes für das neue EU-Mitglied Kroatien hat nun die Europäische Union laufende Verhandlungen über eine Beteiligung der Schweiz an dem Studenten-Austauschprogramm «Erasmus Plus» und dem milliardenschweren Forschungsrahmenprogramm «Horizont 2020» eingefroren. Dies ist sicher das aktuellste, aber nicht das einzige Thema, über das die Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung Dagmar Enkelmann mit dem Schweizer Botschafter Tim Guldimann am 17. März in Berlin reden wird. Auch über die Fallstricke der Diplomatie, Steuerabkommen und das Steuerparadies Schweiz sowie den «Auftritt Schweiz» auf der auf der Leipziger Buchmesse werden sich die Gesprächspartner austauschen.

Auf der Buchmesse unterstützt die Rosa-Luxemburg-Stiftung übrigens wieder die gemeinsame Präsentation der linken Verlage: «Die Bühne» finden Sie vom 13. bis 16. März in Halle 5, C 404 auf der Messe Leipzig.

Ausências – Abwesenheiten

Ausstellung «Ausencias» - 50. Jahrestag des Militärputsches in Brasilien

Am 31. März 2014 jährt sich zum 50. Mal der Militärputsch in Brasilien. Anders als in Chile und Argentinien verhindert das Amnestiegesetz von 1979 in Brasilien noch immer die juristische Aufarbeitung der Militärdiktatur (1964–1985). Darum werden die Folterer von damals jetzt geoutet. DemonstrantInnen kennzeichnen die Wohnhäuser von Militärs, die für Folter oder Morde verantwortlich waren, mit Farbe oder Mehl. Auf Transparenten nennen sie die Täter beim Namen und erläutern deren Verbrechen. Christian Russau beschreibt in einem Artikel für das Journal «RosaLux» die aktuelle Situation.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt anlässlich des Jahrestages des Putsches die Fotoausstellung «Ausências - Abwesenheiten» von Gustavo Germano. Sie wird vom 31. März bis 8. April im Foyer in Berlin zu sehen sein. Die Ausstellung ist auch Teil der «Nunca Mais» Brasilientage im März und April. Die Initiative aus NGO, Stiftungen und Einzelpersonen will die deutsch-brasilianischen Beziehungen zur Zeit der Militärdiktatur thematisieren. Veranstaltungen sind unter anderem in Berlin, Köln, Bonn, Frankfurt, Bielefeld geplant.

Mehrere Motive der Fotoserie werden auch im Journal «RosaLux» präsentiert, das sich im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Brasilien mit weltweiten sportlichen Großereignissen und deren Schattenseiten befasst. Im Fokus der Ausgabe 1-2014 steht zudem die Auseinandersetzung mit einem Wendepunkt europäischer Geschichte - dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Sommer 1914 - und den heutigen Kämpfen um die politische Deutungshoheit der Ereignisse vor 100 Jahren. Weiter im Heft: Ein Zwischenfazit des NSU-Verfahrens, eine politische Reisereportage aus Syrien sowie die Analyse von Rekommunalisierungen im Energiesektor.
Die Ausgabe erscheint Mitte März. Mehr bald online unter journal.rosalux.de.

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Care Revolution
Care-Revolution
Berlin, 14. bis 16.3.

Aktionskonferenz zur Krise sozialer Reproduktion.
«Der Neoliberalismus hat zu einer Erschöpfung des Sozialen geführt. Die Folgen sind gravierend: Doppelt- und Dreifachbelastung – insbesondere bei Frauen, Stress und Überforderungung bis hin zu Burnout und hohen Krankenständen. Es entstehen aber auch neue soziale Spaltungen, bspw. zwischen erwerbstätigen Mittelschichtsfrauen im globalen Norden und Migratinnen, die im Haushalt die Sorgearbeit übernehmen. Kein Wunder, dass sich Kämpfe zunehmend um soziale Reproduktion drehen – und zwar weltweit. Viele streiten für Veränderungen im Bereich Gesundheit, Pflege und Assistenz, Kinderbetreuung und Bildung, für bezahlbaren Wohnraum, gegen Armut und für Zeitsouveränität. Bisher bleiben diese Kämpfe aber meist unverbunden.» So Barbara Fried, Koordinatorin der Tagung, in einem Interview.
Die Konferenz will zur Vernetzung von Aktivist_innen und Initiativen beitragen und Fragen aufwerfen: Wie und mit wem wollen wir wohnen? Wie sorgen wir für uns und andere? Wie wollen wir gepflegt werden und wie kann gute Gesundheitsversorgung aussehen? Es geht um Veränderung von Arbeitsbedingungen, aber auch um die Bedürfnisse von Sorgeempfänger_innen und deren politische Organisierung.
Übrigens, die dritte Transformationskonferenz im Juni beschäftigt sich auch mit diesem Feld:
Wie geht eigentlich ein «richtiges» Leben im «Falschen»?

Weitere Veranstaltungen zum Thema:

  • Tübingen, 5.3.: Domestic Workers Count! Kämpfe von Hausarbeiter_innen
    Auch nach über 100 Jahren bleibt der 8. März ein wichtiger Tag der Frauenbewegung, der trotz vieler Errungenschaften feministischer Kämpfe und emanzipatorische Bewegungen an Aktualität nicht verloren hat.
  • München, 7.3.: «...unaufhörlich für den Frieden?»
    Reihe «Friedensaktivistinnen des 20. Jahrhunderts».
    Wir erinnern an mutige Frauen, die alle Kriege entschieden abgelehnt haben, egal wo und von wem sie geführt wurden. Wir betonen zugleich, dass ihre Forderungen nach der Ächtung militärischer Konflikte und dem Verbot von Waffenproduktion und Waffenexport erschreckend aktuell sind.
  • Senftenberg, 7.3.: Maria Grollmuß (1896-1944): «Über die weibliche Form in der Politik»
    Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche «Gemeinsam - Lebendig - Widerständig. Frauengeschichte(n) 1914 - 2014».
  • Küsten, 7.3.: Begegnungen auf der Trans*fläche
    Reflektiert 76 Momente des transnormalen Alltags.
  • Berlin, 8.3.: Frauen wider den Krieg
    Rosa-Luxemburg-Bildungstage 2014
    Die Rosa-Luxemburg-Bildungstage widmen sich in diesem Jahr solchen Frauen, die weit vor und während des 1. Weltkrieges konsequent gegen Krieg auftraten, wie Bertha von Suttner, Rosa Luxemburg, Clara Zetkin, Angelica Balabanoff und Käte Duncker.
  • Rosenheim, 9.3.: Kapitalismus und Patriarchat
    Vortrag von Roswitha Scholz zur «Wert-Abspaltungs-Theorie».
  • Parchim, 12.3.: «Im tiefsten Schlupfwinkel meiner Seele...»
    103 Jahre Internationaler Frauentag. Sabine Wackernagel liest Briefe von Rosa Luxemburg.
  • Hamburg, 14.3.: Feminismus 2.0 ?
    Reihe: «INTRO - Einführungen in die Gesellschaftskritik».
  • Köln, 18.3.: Eine linke feministische Utopie vom Guten Leben
    Die Vier in einem Perspektive von Frigga Haug. Diskussion mit Katharina Schwabedissen: Es geht um eine neue Verteilung von Arbeit und einen ganz neuen und doch alten Begriff der Arbeit.
  • Kiel, 23.3.: «The Mamas and the Papas»
    Reproduktion, Pop widerspenstige Verhältnisse.
Alle Veranstaltungen: www.rosalux.de/veranstaltungen.html

Weiterbildung

Das Weiterbildungsteam ist Teil der Akademie für Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ziel seiner Arbeit ist es, Inhalte, Persönlichkeitsentwicklung und politisches Handwerk zu verbinden. Die einzelnen Bildungsangebote werden so zu einem Begegnungsort für Linke, zu einem Ort politischer Debatte, kultureller Annäherung und breiter Vernetzung.

  • Stuttgart, 15.3.: Weiterbildungskurs Politikmanagement - Modul III
    Veranstaltungsdesign, das Spaß macht und zu mehr Erfolg führt
  • Hamburg, 18.3.: Ökonomisches Grundwissen
    Start des Kurses Einführungen für politisch und gewerkschaftlich Aktive.
  • Berlin, 17. - 23.3.: #LiMA14 - Walls and Bridges
    Tagung für Medienschaffende und -nutzende, die Medien kritisch produzieren und rezipieren. Wir unterstützen unabhängigen Journalismus, der hartnäckige Fragen stellt, an heiklen Themen dranbleibt, diese verantwortungsvoll behandelt und der der Wahrheit und dem Leser verpflichtet ist.
    Bei den Workshops der LiMAwerkstatt ist garantiert für alle etwas dabei: Von Layoutkursen und Social-Media-Training über Rhetorikseminare und Schreibwerkstätten bis hin zum «Machen» der eigenen Radio- oder Fernsehsendung. Hier stehen das Lernen und das Ausprobieren im Vordergrund. Aus vielen Workshopangeboten können sich die Teilnehmenden nach eigenem Interesse ihr Bildungsprogramm zusammenstellen.
    Eine Veranstaltung in Kooperation mit LiMA e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
    Jetzt anmelden und Kurse buchen bei der 11. Linken Medienakademie.
  • Berlin, 29.3.: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…
    Visualisierung in der Seminarmoderation.




Beyond Aid
  • Die Armut des Kapitalismus
    Konflikte um natürliche Ressourcen, Arbeitsrechte und Nahrungsmittel-Souveränität.
    John Hilary (War on Want, Nottingham) stellt sein Buch «The Poverty of Capitalism» im Rahmen der «Luxemburg Lecture» der Rosa-Luxemburg-Stiftung vor.
    Es kommentieren: Marita Wiggerthale (Oxfam Deutschland e. V.; Agrarexpertin) und Frauke Banse (Politikwissenschaftlerin, u.a. tätig als Koordinatorin der Eilaktionen bei der Kampagne für Saubere Kleidung). Videodokumentation.
  • Beyond Aid - Von Wohltätigkeit zu Solidarität
    Über 500 Menschen diskutierten über Formen der Solidarität und Kooperation in einer globalisierten Welt vom 20. bis 22. Februar. Bilder und Stimmen von der zweiten Frankfurter Hilfe-Konferenz.
  • Die Feuerprobe des Widerstands
    Euclid Tsakalotos und Sahra Wagenknecht sprachen über die Ursachen der jüngsten Krise und ihre strategischen Schlussfolgerungen für die Linke in Europa.
    Mit diesem Podium wurde die vierteilige Seminarreihe «Die Krise hat Europa gestärkt – Das Neue Europa, die deutschen Pläne und die Linken Kritiker» abgeschlossen. Alle Veranstaltungen wurden aufgezeichnet und können in der Mediathek angeschaut werden.
  • Make it real!
    Erneuert Netzaktivismus unsere Demokratie?
    Peter Dahlgren von der Universität Lund, die #aufschrei-Initiatorin Katharina Meßmer und der spanische Netzaktivist Adrià Rodríguez diskutierten über die Chancen für neue Beteiligungsformen im Netz und mögliche Risiken. Oder ist das alles überbewertet? Videodokumentation der Veranstaltung am 31. Januar.
Videodokumentationen: www.youtube.com/rosaluxstiftung
Audiodokumentationen: soundcloud.com/rosaluxstiftung
Mediathek: mediathek.rosalux.de



Alle Publikationen: www.rosalux.de/publikationen.html



«Ausências –  Abwesenheiten» | Fotografien von Gustavo Germano und den Familienangehörigen der Verschwundenen in Brasilien  | 31. März bis 9. April 2014, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
  • Wie geht eigentlich ein «richtiges» Leben im «Falschen»?
    Berlin, 26. bis 29.6.

    Lebensweisen, Reproduktion und Transformation.

    Die Organisation des Alltags und der Zukunft ist häufig Hexenwerk. Wer sorgt für sich und andere? Institutionen öffentlicher Daseinsvorsorge sind ausgehungert, Personal und Leistungen abgebaut oder privatisiert. Es fehlt an bezahlbaren Wohnungen ebenso wie an Kitaplätzen und ausreichend Personal in Krankenhäusern oder im Pflegebereich und erst recht an bezahlbaren Betreuungs- und Pflegeangeboten. Gerade die Arbeitsverhältnisse im Care-Bereich sind immer noch feminisiert, aufzehrend und schlecht bezahlt.
    Es regt sich zunehmend Widerstand dagegen. Viele setzen sich für Veränderungen ein im Bereich Kinderbetreuung, Bildung, Gesundheit, Ernährung, Wohnen, Energie und in Kämpfen um Zeit oder Ressourcen. Der Blick auf Lebensweise, Lebensführung und Reproduktion ermöglicht es, diese vereinzelten Kämpfe als zusammenhängende zu denken, Spaltungen zu überwinden.

    Die dritte Transformationstagung will von Lebensperspektiven und alltäglichen Handlungsstrategien selbst ausgehen und die Bedingungen untersuchen, unter denen solidarisches Handeln entstehen kann.
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Fotonachweis:
- Care Revolution:  Flickr, abc | Creative Commons Lizenz BY-NC-SA)
- «Ausências - Abwesenheiten»: Gustavo Germano (Alle Rechte vorbehalten)

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