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Nachhall der Geschichte

2014 jähren sich drei Ereignisse, die als die markanten Wendepunkte des viel zitierten «Jahrhunderts der Extreme» gelten können: Der Beginn des Ersten und des Zweiten Weltkrieges 1914 bzw. 1939. Mit der Öffnung der innerdeutschen Mauer im Herbst 1989 war schließlich der Untergang des Realsozialismus nicht mehr aufzuhalten. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet deshalb im Jahr 2014 eine Vielzahl von Veranstaltungen zu historischen Themen an: Konferenzen und Workshops im In- und Ausland und Veranstaltungsreihen in verschiedenen Städten. Auch die aktuelle Ausgabe der RosaLux widmet sich diesen historischen Ereignissen. In Hannover wird am 3. Mai eine Wanderausstellung mit Comics zum Ersten Weltkrieg aus dem Pariser Futuropolis-Verlag eröffnet. Die Stiftung begleitet die Aktivitäten mit einem Online-Dossier. Dort finden Sie auch ein Programm zum Download.

Geschichtsjahr 2014


TTIP ist böse!

So langsam kommt der Widerstand gegen die voranschreitenden Geheimverhandlungen über eine «Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft» auf beiden Seiten des Atlantiks in Fahrt. BefürworterInnen des Abkommens sind zunehmend frustriert: «Dieses Abkommen liegt auf der Intensivstation». Doch bisher ist nichts gewonnen, auch wenn die Gespräche noch viele Jahre andauern werden. Die beteiligten 600 WirtschaftslobbyistInnen repräsentieren eine starke Meinungsmacht und EU-Kommissar Karel de Gucht, der für die EU in den Verhandlungen sitzt, steht neoliberalen Programmen sehr positiv gegenüber («Meine Stellenbeschreibung lautet: ‹Öffne neue Märkte für die europäische Industrie!›»). Und damit die Kommission auch nicht jahrelang umsonst verhandelt, bereitet er jetzt eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof vor: Er will rechtlich klären lassen, wer am Ende über das Abkommen abstimmen darf - und wer nicht. De Gucht fürchtet offenbar, das ausgehandelte Abkommen könnte vor der Ratifizierung noch an dem Veto eines Mitgliedslandes scheitern.

Doch das TTIP ist bei Weitem nicht das einzige Handelsabkommen, an dem die EU beteiligt ist, allerdings das mit dem größten Markt. Die politische Obsession mit dem Freihandel lässt sich nicht verstehen, wenn man sich nur die aktuellen Verhandlungen ansieht, man muss in die Geschichte zurückgehen. Die vergangenen 250 Jahre erklären, wie die Industrieländer reich wurden, warum die Entwicklungsländer arm bleiben und wieso der Freihandel nur den reichen Ländern nützt. Ulrike Herrmann erklärt das TTIP anhand einer historischen Verortung und beschreibt, um was es im Wesentlichen geht: Handelshemmnisse aller Art abzubauen, um Profite zu maximieren. Bei diesen «Handelshemmnissen» handelt es sich z.B. um lang erkämpfte Sozialstandards und Umweltvorschriften, um Arbeitsrechte und Bestimmungen zur Lebensmittelsicherheit, um Verordnungen zum Gebrauch von Giftstoffen und digitale Datenschutzrechte etc. Was alles mit TTIP aufs Spiel gesetzt wird, erklärt John Hillary in seiner jetzt auch in Deutsch vorliegenden Schrift «TTIP: Ein Freibrief zur Deregulierung, ein Angriff auf Arbeitsplätze, das Ende der Demokratie.»


TTIP stoppen

Veranstaltungen zu TTIP:

Außerdem im Mai:
Alle Veranstaltungen: www.rosalux.de/veranstaltungen.html

Politische Weiterbildung

Das Weiterbildungsteam ist Teil der Akademie für Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ziel seiner Arbeit ist es, Inhalte, Persönlichkeitsentwicklung und politisches Handwerk zu verbinden. Die einzelnen Bildungsangebote werden so zu einem Begegnungsort für Linke, zu einem Ort politischer Debatte, kultureller Annäherung und breiter Vernetzung.





Ergebnisse Kommunalwahlen Türkei 2014
  • «Sie werden dafür zahlen»
    Die Kommunalwahlen in der Türkei fungierten als Vertrauensfrage für Erdoğan.
    Über die aktuellen politischen Entwicklungen in der Türkei nach den Kommunalwahlen diskutierten Saruhan Oluç (Mitglied des Vorstandes der HDP), Mazlum Koc (Wahlbeobachter, MdB-Büro Andrej Hunko) und Kadriye Karcı (Leiterin des RLS-Auslandsbüros Türkei).
  • «Ausências – Abwesenheiten»
    Fotografien von Gustavo Germano und den Familienangehörigen der während der Militärdiktatur in Brasilien Verschwundenen. Berichte über eine beindruckende Ausstellung.
  • Mandelas Erbe
    Südafrika 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid. Diskussion und Film. Eröffnung von Gregor Gysi, Vorsitzender Fraktion DIE LINKE im Bundestag.
  • Care Revolution
    Her mit dem guten Leben - für alle weltweit! Eine Aktionskonferenz im März mit über 500 AktivistInnen aus verschiedenen Initiativen und Arbeitsfeldern sozialer Reproduktion endet mit einer Resolution und der Verabredung, weiterzumachen.
Videodokumentationen: www.youtube.com/rosaluxstiftung
Audiodokumentationen: soundcloud.com/rosaluxstiftung
Mediathek: mediathek.rosalux.de



«Fußball in Brasilien: Widerstand und Utopie»
«Fußball in Brasilien: Widerstand und Utopie»
Von Mythen und Helden, von Massenkultur und Protest.
Von Gerhard Dilger, Thomas Fatheuer, Christian Russau und Stefan Thimmel (Hrsg.).
Die fußballinteressierte Welt blickt auf Brasilien, wo vom 12. Juni bis 13. Juli 2014 die Fußballweltmeisterschaften der Männer stattfinden. Zugleich wird das Land von massiven sozialen Protesten erschüttert. Sie richten sich gegen mangelnde öffentliche Dienstleistungen bei anhaltend sozialer Kluft in der aufstrebenden Regionalmacht. In einem Land, in dem die Fußballbegeisterung im Alltag der Straßen und Strände zu Hause ist, richten sie sich auch gegen die Überkommerzialisierung des «Nationalsports».
Das Buch ist ab 8. Mai erhältlich.

Alle Publikationen: www.rosalux.de/publikationen.html




Fußball: Widerstand und Utopie
  • Fußball: Widerstand und Utopie
    Online-Dossier zur Fußball-WM 2014
    «O futebol é uma caixinha de surpresas – Fußball steckt voller Überraschungen», so lautet eines der vielen brasilianischen Sprichwörter rund um den Fußball. Ja, und wer hätte das gedacht: Das angeblich so fußballbegeisterte Brasilien ist nicht einfach glücklich und dankbar, die Weltmeisterschaft der Männer 2014 ausrichten zu dürfen. Nein, 2013 gingen Millionen Menschen während des Confederations Cup auf die Straße. Nicht nur, aber auch wegen des Fußballs. Und im Jahr der WM glaubt laut Umfragen eine Mehrheit der Bevölkerung, dass das Mega-Event eher negative Folgen für Brasilien haben wird. Was also ist los im «Land des Fußballs»?
    In Brasilien wird vom 12. Juni bis 13. Juli 2014 der «FIFA World Cup» stattfinden. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung begleitet das Großereignis mit Veranstaltungen und Publikationen. Schon im Mai wird einiges geboten ...
  • Wie geht eigentlich ein «richtiges» Leben im «Falschen»?
    Berlin, 26. bis 29.6.

    Lebensweisen, Reproduktion und Transformation.
    Die Organisation des Alltags und der Zukunft ist häufig Hexenwerk. Wer sorgt für sich und andere? Institutionen öffentlicher Daseinsvorsorge sind ausgehungert, Personal und Leistungen abgebaut oder privatisiert. Es fehlt an bezahlbaren Wohnungen ebenso wie an Kitaplätzen und ausreichend Personal in Krankenhäusern oder im Pflegebereich und erst recht an bezahlbaren Betreuungs- und Pflegeangeboten. Gerade die Arbeitsverhältnisse im Care-Bereich sind immer noch feminisiert, aufzehrend und schlecht bezahlt.
    Es regt sich zunehmend Widerstand dagegen. Viele setzen sich für Veränderungen ein im Bereich Kinderbetreuung, Bildung, Gesundheit, Ernährung, Wohnen, Energie und in Kämpfen um Zeit oder Ressourcen. Der Blick auf Lebensweise, Lebensführung und Reproduktion ermöglicht es, diese vereinzelten Kämpfe als zusammenhängende zu denken, Spaltungen zu überwinden.
    Die dritte Transformationstagung will von Lebensperspektiven und alltäglichen Handlungsstrategien selbst ausgehen und die Bedingungen untersuchen, unter denen solidarisches Handeln entstehen kann.

Fotonachweise:
- Nachhall der Geschichte: «Notre Mère la Guerre» (Band 3, S.4) | Comicserie von Kris und Maël (Verlag Futuropolis), zu sehen in Hannover ab dem 3.5.: «Tout le monde kaputt»
- TTIP stoppen: Uwe Hiksch
- Dossier zur Fußball-WM: Anja Kessler, Arbeiter im Maracanã - Stadion, Rio de Janeiro, 2000.
- Fußball in Brasilien: Widerstand und Utopie: Titelbild des gleichnamigen Buches von Gerhard Dilger, Thomas Fatheuer, Christian Russau, Stefan Thimmel (Hrsg.) | VSA:Verlag Mai 2014

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