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DAS WAR 2014

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«So ist das Leben und so muss man es nehmen, tapfer, unverzagt und lächelnd - trotz alledem.»
Rosa Luxemburg in einem Brief aus dem Gefängnis an Sophie Liebknecht, 1917

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Das Jahr ist vorüber. Zeit, einen Rückblick zu wagen - auch auf die Gefahr hin, dass vieles unerwähnt bleibt, was uns in diesem Jahr beschäftigt hat. Schauen Sie mit uns noch mal auf einige Schwerpunkte.

Das war 2014: Fotos, Audios + Videos

 

Das ganze Jahr über begleitet haben uns geschichtliche Ereignisse: Der Beginn des Ersten und des Zweiten Weltkrieges 1914 und 1939. Mit der Öffnung der Mauer im Herbst 1989 war schließlich der Untergang des Realsozialismus nicht mehr aufzuhalten. In einem Online-Dossier zum «Geschichtsjahr 2014» präsentierten wir eine Vielzahl von Veranstaltungen (viele davon sind dokumentiert) und verschiedene Publikationen. Aber auch im nächsten Jahr wird uns die Geschichte nicht los lassen. Gleich im Januar gedenken wir den Opfern des Nationalsozialismus und dem 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Thematisieren werden wir auch den Genozid an den ArmenierInnen, der sich 2015 zum 100. Mal jährt. Und schließlich wird nicht nur das wiedervereinigte Deutschland  sondern auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung im Herbst 2015 25 Jahre alt.
Auch nicht los gelassen haben uns 2014 die kriegerischen Auseinandersetzungen im Mittleren Osten und in der Ostukraine. Noch bevor das demokratische Projekt in Rojava/Syrien unter Beschuss geraten ist, berichtete Jan van Aken Anfang des Jahres von einer Reise in den Norden Syriens. Ein paar Monate später war der Bürgerkrieg auch dort angekommen, der «IS» breitete in rasender Geschwindigkeit sein Herrschaftsgebiet aus. In Kobanê leisten die KurdInnen und ihre UnterstützerInnen seit nunmehr 100 Tagen erfolgreich Widerstand. Um was es in Rojava geht und was das mit uns zu tun hat, diskutierten wir in einigen Veranstaltungen mit VertreterInnen aus der Region und andere Fachleuten. In dem Online-Dossier  «Syrien/Irak/Rojava» fassen wir die Aktivitäten und Ergebnisse zusammen.
Weit über 4.000 Menschenleben kostete der Krieg in der ostukrainischen Donbass-Region bisher, und die
Anzahl der zivilen Opfer darunter nimmt fast täglich zu. Mehrere 100.000 Menschen sind auf der Flucht. Die EU-Politik ist ratlos und reagiert mit «Strafsanktionen» gegen Russland. Das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen ist so zerrüttet wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr. Der Fokus auf eine militärische Lösung zieht die Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten noch stärker in Mitleidenschaft und vertieft die Spaltung des Landes. In einem weiteren Online-Schwerpunkt zum «Krieg in der Ukraine» haben wir Artikel und Dokumentationen zusammengestellt, die die verschiedenen Sichtweisen auf die komplexe Situation darstellen.
2014 unternahm die Stiftung, vor allem das Büro in Brüssel, einige Anstrengungen im Kampf gegen die geplante Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Mithilfe von Diskussionen mit ExpertInnen und Publikationen trug die Stiftung zur Aufklärung über die eigentlichen Ziele der oft im Geheimen verhandelten bi- und multilateralen Abkommen bei. Das Online-Dossier zu «Freihandel» wird uns auch im nächsten Jahr weiter begleiten.

Nutzen Sie die freie Zeit zwischen den Jahren, schmökern Sie ein wenig in unseren Webinhalten und Publikationen, schauen Sie sich unsere medialen Zusammenfassungen auf Flickr oder YouTube an oder hören Sie rein in die 2014-Playlist auf SoundCloud.
Weitere Dokumentationen und Publikationen finden Sie weiter unten.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung wünscht Ihnen ein kämpferisches Jahr 2015.


Ausschreibungen: www.rosalux.de/stiftung/ausschreibungen.html


  • Berlin, 20.1.: «Deutschland im Tiefschlaf. Wie wir unsere Zukunft verspielen.»
    Diskussion mit Autor Stephan Hebel und Dietmar Bartsch.
    «Denn eines ist klar: Wenn nicht wir die Welt verändern, wird sie uns verändern - mehr, als uns lieb sein kann. Und dann droht auch unsere sogenannte ‹Insel des Wohlstands› unterzugehen.» (Hebel)
  • Berlin, 23.1.: Der NSU-Komplex im Lichte nordirischer Erfahrungen
    Diskussion mit Daniel Holder, «Commitee on the Administration of Justice» in Belfast und Peer Stolle, Nebenklagevertreter im NSU-Prozess.
  • Hamburg, 25.1.: Treffen der Generationen
    27.1.2015 - 70 Jahre Befreiung des KZ Auschwitz
  • Lüneburg, 25.1.: «Close to Evil»
    Gerry Gregg/Tomi Reichental, 2014, 75 min., englische Originalversion
    Das zentrale Thema des Films ist Tomi Reichentals Bemühen um Austausch und Versöhnung mit seiner KZ-Aufseherin Hilde Michnia, die heute in Hamburg lebt. Der Dokumentarfilm zeigt den Weg des ehemaligen slowakischen Häftlings, der mit 9 Jahren ins KZ-Bergen Belsen kam und sich - nach 5 Jahrzehnten des totalen Schweigens – mit seiner Vergangenheit konfrontiert.
  • Berlin, 26.1.: Zukunft heißt Verantwortung!
    «Schalom und Alefbet» - Buchpremiere zur Geschichte des Jüdischen Gymnasiums Berlin.
    Am Vorabend des nationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus und des 70. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee unternehmen die Rosa-Luxemburg-Stiftung und das Centrum Judaicum Berlin eine Zeitreise in das jüdische Berlin der Vergangenheit, der Gegenwart  und der Zukunft.
  • Dresden, 28.1.: Vom Leben danach. Lebensrealitäten von NS-Verfolgten und ihren Kindern und Enkeln in der Nachrkriegszeit
    Bei der Auseinandersetzung mit den Nationalsozialismus waren und sind die Erinnerungen von ZeitzeugInnen wichtige Quellen für die Nachwelt. Kulturwissenschaftler Patrick Pritscha stellt seine Forschungsergebnisse vor.
  • Berlin, 28.1.: «Die Benjamins»
    Eine deutsche Jahrhundertfamilie.
    Über fünf Menschen erzählt Uwe-Karsten Heye. Fünf dramatische Schicksale: Walter Benjamin, der Philosoph und Autor, Hilde Benjamin als «rote Guillotine» verschrien, aber auch deren Mann Georg Benjamin, Kommunist und Arzt, ermordet im KZ Mauthausen, Schwester Dora, Sozialwissenschaftlern, die als Jüdin ins Exil getrieben wurde und schließlich Hildes Sohn Michael, Rechtsprofessor in Moskau und Ost-Berlin. Am Vorabend des Jahrestages der «Machtergreifung» Hitlers erinnern Uwe-Karsten Heye und André Brie in einem Gespräch an «Die Benjamins».
Alle Veranstaltungen: www.rosalux.de/veranstaltungen.html
Politische Weiterbildung

Das Weiterbildungsteam ist Teil der Akademie für Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ziel seiner Arbeit ist es, Inhalte, Persönlichkeitsentwicklung und politisches Handwerk zu verbinden. Die einzelnen Bildungsangebote werden so zu einem Begegnungsort für Linke, zu einem Ort politischer Debatte, kultureller Annäherung und breiter Vernetzung.

Kurse

  • Modularer Kurs «Großgruppenmoderation», fortlaufend, Einstieg jederzeit möglich
  • Ausbildungsgang «Politik – Kommunikation – Management», in Neukonzeption, 8. Durchgang geplant für 2015/2016.

Seminare    

  • 16.1.: Finanzakquise – Politische Arbeit durch Drittmittel finanzieren
    Grundlagen der Akquise von finanziellen Mitteln für Vereine und politische Initiativen.
  • 11.2.: Arbeit mit und an der Stimme
    Stimmbildung für Reden, Vorträge und die alltägliche politische Arbeit.
  • 21./22.2.2015: Visualisierungstraining: «Ein Bild sagt mehr als tausend Worte»
    Bildliche Darstellungen verleihen den Gedanken und Vorstellungen eine anschauliche Form. Komplexe Wirkungsgefüge und Zusammenhänge werden (be-)greifbar. Visualisierungen bündeln die Aufmerksamkeit aller Beteiligten und die Konzentration auf die aktuell wichtigen Themen.
  • 6.3.: … und auf einmal haben alle zugehört.
    Was erzeugt Aufmerksamkeit? Was lenkt von meiner Botschaft ab oder unterstreicht sie?
  • 13.-15.3.2015: «Großgruppenworkshop 2015: Fokus Dialog»
    «Dialog» ist ein Ort für Begegnungen mit großer Tiefe und Wirksamkeit, Orientierungspunkt für die Suche nach Kommunikationskultur und ein Konzept, das Hoffnung auf Augenhöhe und Verstanden-Werden zum Ausdruck bringt. Welchen Rahmen «Dialog» braucht, wie er gefördert und begleitet werden kann und welches politische Veränderungspotenzial in ihm steckt sind Fragen, über die wir mit den Teilnehmenden in Austausch treten werden.

Weitere Angebote


Brasilien: Neue Chance für Aufarbeitung und Gerechtigkeit?


Hoffnungsträger unter Beschuss
Videodokumentationen: www.youtube.com/rosaluxstiftung
Audiodokumentationen: soundcloud.com/rosaluxstiftung
Mediathek: mediathek.rosalux.de



«Weltkrisenpolitik» LuXemburg 3/2014

«WELTKRISENPOLITIK»
Die Welt ist in keinem guten Zustand. LuXemburg 3/2014 fragt nach Einstiegen in Friedenspolitiken.

Geopolitische Konstellationen verschieben sich. Der Niedergang des American Empire wird seit Jahrzehnten von den einen ersehnt, den anderen befürchtet. Mit China, Indien und Brasilien tauchen nicht nur neue ökonomische Akteure, sondern auch neue Machtzentren auf. Die aktuellen Kriege reflektieren imperiale Ambitionen. Welche Rolle spielt die Bundesrepublik in dieser Weltumordnung? Längst ist sie kein politischer Zwerg mehr: Gestützt auf ihre ökonomische Macht und gestärkt durch die neoliberale Krisenbearbeitung, ist Deutschland auf dem heftig umkämpften Weg zum politischen Riesen.

In der Sprache der Geopolitik fällt es oft schwer, jenseits der Staatenkonkurrenz um Einflusssphären zu denken. Auch deshalb ist es schwierig, linke Antworten auf ‹außenpolitische› Fragen zu formulieren. Soziale Spaltungen, Kräfteverhältnisse und Akteure innerhalb der Nationalstaaten geraten aus dem Blick. Warum fällt es der Linken so schwer, in bewaffneten Konflikten die Perspektive der Subalternen einzunehmen, statt sich häufig identitär und bekenntnishaft auf eine Seite der Konfliktparteien zu schlagen? Warum sind die zur herrschenden Re-Militarisierung von Außenpolitik so schwach?

LuXemburg 3/2014 fragt nach Einstiegen in Friedenspolitiken mit friedlichen Mitteln. Wie lassen sich Konflikte beheben oder verhindern, lange bevor Gewalt eskaliert? Wie können Projekte regionaler Integration, sozial-ökologischer Entwicklung, Konversion und des Ausbaus sozialer Infrastrukturen dazu beitragen, globale Konflikte zu entschärfen? Am Ende ist klar: Linke Außenpolitik kann nur Teil eines umfassenden Transformationsprojekts sein: «alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist».

«PREKÄRE MISERE»
Harte Jobs und schlechte Einkommen prägen die globale Arbeitswelt – doch es regt sich Widerstand.

Die RosaLux 3/2014 widmet sich der Frage, was angesichts der allgegenwärtigen Jobmisere eigentlich «gute Arbeit» sein könnte – und was ihr im Wege steht. Im Schwerpunkt analysiert Klaus Dörre das deutsche «Jobwunder» und seine Folgen für Europa, Klaus Pickshaus zeichnet die Geschichte des gewerkschaftlichen Projekts der «Guten Arbeit» nach, Sarah Bormann schreibt über die schwierige Situation in der Pflege und Möglichkeiten, die Sorgearbeit anders zu organisieren. Und Katja Kipping entwirft eine Idee davon, wofür es sich in Arbeits- und Lebenswelt zu kämpfen lohnt.

Außerhalb des Schwerpunkts richtet die RosaLux den Blick auf die aktuellen Freihandelspläne zwischen der EU und den USA. TTIP, CETA etc. – diesen «Kürzeln des Schreckens» widmen wir ganze sechs Seiten. Auch um die Kriege und bewaffneten Konflikte im arabischen Raum geht es im RosaLux-Blickpunkt. Und um ihren wichtigsten Treibstoff, das Öl. Mit einem Rückblick auf die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützte Degrowth-Konferenz in Leipzig – die Grenzen des kapitalistischen Wachstums waren Schwerpunktthema der letzten Ausgabe –, einer Analyse des Wahljahres 2014 in Lateinamerika und Beiträgen zum Jubiläum des «Stürmischen Herbstes» im Wendejahr 1989 hoffen wir, auch jenseits der Schwer- und Blickpunkte interessante Beiträge versammelt zu haben.

Alle Publikationen: www.rosalux.de/publikationen.html



«Das Kapital lesen 2015»
Neue Lektürekurse starten im Februar nächsten Jahres.
Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin
  • «DAS KAPITAL» – BAND 1
    Beginn: 17. Februar 2015. Der Kurs findet immer dienstags, 19 bis 21 Uhr statt.
    Teamerinnen: Annelie Echterhoff, Charlie Kaufhold und Anne-Kathrin Krug
    Anmeldung bis 31. Januar 2015 unter: band1@das-kapital-lesen.de
  • «DAS KAPITAL» – BAND 2 UND 3
    Beginn: 16. Februar 2015. Der Kurs findet immer montags, 19 bis 21 Uhr statt.
    TeamerInnen: Ozeni Athanasiadou und Ingo Stützle
    Anmeldung unter: stuetzle@so36.net

Fotonachweise:
- Das war 2014: Ernwuerung durch Streik II in Hannover, 2014. Foto: Peter Ostholt, Rosa-Luxemburg-Stiftung
- Brasilien, Neue Chance für Aufarbeitung: Denkmal Tortura Nunca Mais in Recife, das erste (1993) für die Opfer der Diktatur in Brasilien (Foto: Sara Fremberg)
- Hoffungsträger unter Beschuss: Foto: Erwin Heil, Rosa-Luxemburg-Stiftung
- LuXemburg 3/2014: United Nations Photo, Flickr, CC-BY-NC-ND

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