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GRIECHENLAND HAT GEWÄHLT – UND NUN?

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«Es wird keinen katastrophalen Bruch geben,
aber die Kontinuität der Unterwerfung wird nicht akzeptiert werden.»
Alexis Tsipras, Griechenlands neuer Premierminister

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Am 25. Januar wurde in Griechenland ein neues Parlament gewählt. Das Linksbündnis SYRIZA hat einen überragenden Sieg errungen und nur knapp die absolute Mehrheit verfehlt. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wurde in einem EU-Land eine Partei an die Regierung gewählt, die für eine echte Alternative zum neoliberalen Kapitalismus steht. Das könnte die europäischen Verhältnisse grundlegend verändern.

Griechenland hat gewählt - und nun?

SYRIZA fordert ein Ende der «Austerität» – also der Spar- und Reformauflagen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) und will einen Schuldenschnitt erreichen. Doch die EU – und insbesondere die Bundesregierung – zeigt sich hart. Damit bahnt sich ein Konflikt zwischen Griechenland und der EU an, der zu einem Austritt des Landes aus der Währungsunion führen könnte. 
Die internationale Solidarität der letzten Wochen war beeindruckend. Die vielfältigen Aktivitäten unterschiedlicher Gruppen in vielen europäischen Staaten haben erreicht, dass die Angst- und Hetzkampagne gegen SYRIZA nicht dieselbe Wirkung entfalten konnte wie bei den Wahlen 2012. Doch nun stellen sich viele Fragen: Wie kann das unmittelbare Ziel von SYRIZA, die «Wiedergewinnung der demokratischen Souveränität der griechischen Bevölkerung» weiter unterstützt werden, was ist nötig? Wie soll die strategische Allianz mit der nationalkonservativen ANEL bewertet werden? Droht wirklich ein «Grexit», also ein Euro-Austritt Griechenlands? Welche Strategie verfolgt die Bundesregierung? Und was bedeutet das Ganze für die deutsche Bevölkerung?

Diese und viele weiteren Fragen haben wir versucht, in einer Liste mit «Häufig gestellten Fragen» (FAQ's) zu beantworten. Darüberhinaus fassen wir in einem Online-Spezial zur Wahl in Griechenland aktuelle inhaltliche Beiträge, Meinungen und Wahlanalysen zusammen und präsentieren Hintergrundmaterial und aktuelle Diskussionsveranstaltungen in den Bundesländern. Nach 100 Tagen werden wir dann Resümee ziehen über die neue Links-Regierung in Griechenland.


Ausschreibungen: www.rosalux.de/stiftung/ausschreibungen.html

Veranstaltungen

Berlin, 14.2.: Der Architekt, die Macht und die Baukunst
Hermann Henselmann in seiner Berliner Zeit (1949-1995). Aus Anlass seines 110. Geburtstages.
Die aus Anlass des 100. Geburtstages des Architekten Hermann Henselmann (1905–1995) von seinem Sohn Andreas Henselmann errichtete Stiftung widmete bereits 2005 ihr erstes Kolloquium dem Namensgeber, dem «Baumeister» und dem «Umgang mit seinen denkmalgeschützten Bauten».
Zehn Kolloquien später kehrt die Hermann-Henselmann-Stiftung – nach einer Vielzahl stadtentwicklungspolitischer Aktivitäten und planungsgeschichtlicher Forschungen und Publikationen – zu Hermann Henselmann zurück. Wurde bereits beim 7. Kolloquium in Weimar 2011 die Rolle von Hermann Henselmann als Rektor der Hochschule für Baukunst und bildende Künste in Weimar (1946–1949) beleuchtet, soll nun seine Berliner Zeit (1949–1995) ganz im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Das Weiterbildungsteam ist Teil der Akademie für Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ziel seiner Arbeit ist es, Inhalte, Persönlichkeitsentwicklung und politisches Handwerk zu verbinden. Die einzelnen Bildungsangebote werden so zu einem Begegnungsort für Linke, zu einem Ort politischer Debatte, kultureller Annäherung und breiter Vernetzung.Kurse
  • Modularer Kurs «Großgruppenmoderation», fortlaufend, Einstieg jederzeit möglich
  • Ausbildungsgang «Politik – Kommunikation – Management», in Neukonzeption, 8. Durchgang geplant für 2015/2016.

Seminare    

Weitere Angebote


So sieht Energiedemokratie aus


  • Europaweite Vernetzung angestrebt
    Linke Kommunalpolitik in der Krise - Auswirkungen der EU-Politik auf die Kommunen in Europa.
    Am 19. Januar wurde der 2014 publizierte Tagungsband «Linke Kommunalpolitik in der Krise - Auswirkungen der EU-Politik auf die Kommunen in Europa» in der Rosa-Luxemburg-Stiftung vorgestellt und diskutiert. «Nicht nur in den Ballungsgebieten, sondern auch in den peripheren Regionen Deutschlands und Europas mit oft mangelhafter Infrastruktur brauchen unsere ehrenamtlichen Repräsentanten auf kommunaler Ebene Unterstützung», so Enkelmann. Ein Bericht von Hermann Stauffer.
  • Dicke Luft im A 101
    Nach 150 Prozesstagen im Münchener NSU-Prozess zeichnen sich Probleme der Innen- und Außenwahrnehmung des Verfahrens ab

    Friedrich Burschel, Referent für Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit in der Rosa-Luxemburg-Stiftung, beobachtet seit Beginn die Verhandlungen in München. Für NSU Watch
    beschreibt er die Prozess-Choreographie und ihre Auswirkungen auf die Teilnehmenden.
Videodokumentationen: www.youtube.com/rosaluxstiftung
Audiodokumentationen: soundcloud.com/rosaluxstiftung
Mediathek: mediathek.rosalux.de



PolyluxMarx 2. Bildungsmaterial für Einführungen ins Kapital.

PolyluxMarx. Band 2
Bildungsmaterial für Einführungen ins Kapital.
Der Zweite Band ist ab sofort online und in Buchhandlungen erhältlich!

Für die über 2.500 Seiten von Marx’ Kapital braucht man fast sechs Jahre, wenn man pro Tag eine Seite liest. Wer soll das alles lesen? Und wann? Der zweite Band von PolyluxMarx bietet eine verdichtete Einführung in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie. Er enthält animierte und kommentierte Folien, die sich für Abendveranstaltungen, Tages- und Wochenendseminare eignen – anders als der erste Band, der für die Kapitallektüre im Rahmen eines länger dauernden Kurses gedacht ist. Der zweite Band von PolyluxMarx ist verständlich aufbereitet und methodisch abwechslungsreich – mit Spielen und einem Comic-Clip. PolyluxMarx richtet sich an TeamerInnen, die einen ersten Einstieg in die Marxsche Analyse anbieten und so TeilnehmerInnen auf die Lektüre des Originals neugierig machen wollen.  
Das Arbeitsmaterial ist eine Sammlung kommentierter PowerPoint-Folien. Ausgewählte Argumentationsgänge aus allen drei Bänden des Kapital werden illustriert, einführende Texte und knappe Hinweise zu Methode und Didaktik sollen die Lektüre erleichtern.  
PolyluxMarx ist im Rahmen der politischen Bildungsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung entstanden und beim Karl-Dietz-Verlag erschienen.
Das Buch PolyluxMarx zweiter Band kann für 19,90 Euro beim Karl Dietz Verlag bestellt werden.
Weitere Infos zu Kapital-Lektürekursen und rund um das Thema Kritik der politischen Ökonomie: www.das-kapital-lesen.de

  • «Die Hoffnung kommt – zurück nach Griechenland und damit nach Europa»
    Wahlanalyse der vorgezogenen Neuwahlen in Griechenland aus linker Sicht. Zusammengestellt von Dominic Heilig.
  • Ein historischer Sieg, aber keine Überraschung
    Erste Gedanken zu den Wahlen in Griechenland und zum Programm von SYRIZA von Cornelia Hildebrandt.
  • Griechenland hat gewählt – und nun?
    FAQ (Frequently Asked Questions) zur Debatte um «Grexit», Schuldenschnitt und dem Programm von Syriza.
  • Energiedemokratie in Griechenland
    Syrizas Programm und der Umstieg auf erneuerbare Energie (Englisch) | Energy Democracy in Greece - SYRIZA’s Program and the Transition to Renewable Power. By Sean Sweeney, New York.
  • Rechtspopulistische Früchte der Vermarktlichung
    Ressentiments und Konzepte der Ausgrenzung verfestigen sich. Standpunkte 4/2015 von Max Lill.
  • Zerfall des Mythos von der «Mitte» - Ausbreitung eines «sozialen Nationalismus»
    Ein Versuch, mir und anderen die Erfolge der «Alternative für Deutschland» und der rechten außerparlamentarischen Bewegung zu erklären und linke Antwortstrategien zu finden. Von Horst Kahrs.
  • Ausgrenzung ist die Seuche
    Über die sozialen und politischen Hintergründe der Ebola-Epidemie in Westafrika. Standpunkte 3/2015 von Anne Jung und Andreas Wulf.
  • Die Entstehung des digitalen Prekariats
    Crowdworker im Internet haben kaum Rechte und verdienen wenig – dennoch beginnen sie sich zu organisieren. Standpunkte 2/2015 von Sebastian Strube.
  • Facetten eines Konflikts
    Hintergründe und Deutungen des Krieges in der Ukraine. Von Malte Daniljuk (Hrsg.).
    Vor etwas mehr als einem Jahr begannen die Proteste auf dem Kiewer Maidan. Am 21. November 2013 starteten verschiedene Oppositionsparteien einen Protestmarathon, der die politischen Verhältnisse langfristig veränderte: nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Europa und weltweit.
    Heute, ein Jahr später herrscht in der Ostukraine Krieg. Über 1.000 Menschen starben allein während der angeblichen Waffenruhe zwischen den Aufständischen in den abtrünnigen Gebieten Lugansk und Donezk und dem ukrainischen Militär beziehungsweise den Freiwilligenverbänden. Insgesamt kamen bisher schätzungsweise 5.000 Menschen ums Leben.
    Mit dieser Publikation aus der Reihe Materialien legen wir Texte vor, die helfen sollen, die Ereignisse in der Ukraine in größere Kontexte einzuordnen. 
  • Dialog mit dem Politischen Islam
    Wie soll die Linke mit Akteuren des politischen Islam umgehen? Von Tanja Tabbara und Wilfried Telkämper (Hrsg.).
    Mit diesem Materialien-Band soll die Diskussion über einen Umgang von Linken mit dem politischen Islam in der Stiftung und ihrem Umfeld weiter intensiviert werden. Das Zentrum für internationalen Dialog und Zusammenarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung beschäftigt sich zukünftig mehr als bisher mit den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in muslimisch geprägten Ländern.
    Einen Beitrag zu einer grundsätzlichen Diskussion liefern die beiden hier veröffentlichten, konträren Artikel zur Frage der Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit mit Akteuren des politischen Islam. Die Autoren sind Peter Schäfer, Leiter des Nordafrika-Büros der Stiftung in Tunis, und unser Stiftungsmitglied und Vertrauensdozent Werner Ruf.
  • Von grimmigen Märchen und Gespenstern
    Ein Beitrag zur Strategieentwicklung von Partei und Bewegungen von Mario Candeias.
  • Benennen ist kein unschuldiges Geschäft
    War die DDR ein «Unrechtsstaat»? Aus den Strukturen einer Diktatur allein lässt sich dies nicht folgern. Standpunkte 1/2015 von Michael Brie.
  • Work In Progress. Work On Progress.
    Beiträge kritischer Wissenschaft. Doktorand_innen-Jahrbuch 2014 der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Alle Publikationen: www.rosalux.de/publikationen.html



#LIMA2015
  • Berlin, 5.3.: Deutsche verwerten ihre jüdischen Nachbarn
    Dokumente der «Aktion 3». Eine Ausstellung von Wolfgang Dreßen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Finissage am 5.3.
    Für eine kurze Zeit nur hatte der Historiker Wolfgang Dreßen 1998 Gelegenheit, Akten der Oberfinanzdirektion Köln einzusehen, die gesperrt waren. Die daraus resultierte Ausstellung mit zahlreichen Dokumenten über die Verwertung jüdischen Eigentums ist derzeit im Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin zu sehen.
    Zur Finissage am 5. März diskutieren Hans-Jürgen Mirow (Regisseur, Publizist, Autor des Buches «Der Zug der Erinnerung. Die Deutsche Bahn und der Kampf gegen das Vergessen», 2014), Petra Pau (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages), Prof. Kurt Pätzold (Historiker,  mit Schwerpunkt Geschichte des Faschismus, des Antisemitismus und der Judenverfolgung; Wissenschaftlicher Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung) über das aktuell immer noch schwierige Erinnern in Deutschland. Moderation: Prof. Wolfgang Dreßen.
  • Berlin, 20.3.: Die Kraft der Kritik
    The strength of Critique: Trajectories of Marxism – Feminism
    Internationaler Marxismus-Feminismus-Kongress
  • Berlin, 23. bis 28.3.: #LiMA15 De-Fragmentierung
    Medien kompetent nutzen, gestalten und diskutieren.
    2015 steht unter dem Motto »De-Fragmentierung«: Der von der Stiftung unterstützte LiMA-Kongress im Frühjahr vom 23. bis 28.3. widmet sich mit Workshops, Seminaren und Vorträgen dem Schwerpunkt Weiterbildung. Beim LiMA-Kongress im Herbst von 21. bis 26.9. steht die Auseinandersetzung mit der aktuellen Medienlandschaft und -politik im Vordergrund. Mit der #LiMA15 wollen wir bewusst zusammenbringen, Fern- und Naheliegendes, On- und Offline vernetzen, virtuelle Punkte zum Andocken schaffen.
    #LiMA15 will den TeilnehmerInnen Handwerkszeug zum Verändern, Vernetzen und Entwickeln neuer Ideen mitgeben. Wir wollen kritisch einhaken und mit Euch eine neue Medienrealität und -rezeption denken.
    #LiMA15 will zeigen, wie der Alltag von JournalistInnen und MedienmacherInnen von Morgen aussehen könnte und wie sich die Rolle von LeserInnen, ZuschauerInnen und HörerInnen verändert.

Fotonachweis:
- Griechenland hat gewählt: Giannis Angelakis, Flickr, CC-BY 2.0

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