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70 JAHRE BEFREIUNG

8. Mai 1945:
Das Ende des Nationalsozialismus und die Nachkriegsordnung in Deutschland und Europa


Die Rosa-Luxemburg-Stiftung widmet diesem Jahrestag ein historisch-politisches Bildungsprogramm mit Veranstaltungen und Publikationen.
Im Mittelpunkt der Gedenk- und Bildungsreihe steht eine Fotoausstellung des Institut des Vétérans (INIG) in Berlin (26.5. bis 10.6.) zum europäischen Widerstandskampf gegen den Nazismus in mehr als 20 Ländern der damaligen Zeit – von Albanien über Frankreich, Griechenland und Italien bis zur Sowjetunion. Zu finden sind Bilder des slowakischen Nationalaufstands ebenso wie vom Kopenhagener Generalstreik, von den jugoslawischen Partisanenarmeen und dem Flugblatt der KPD «Wider die Judenpogrome» von 1938 – eines der wenigen Beispiele des öffentlichen Protests gegen die von NSDAP, SA und Gestapo organisierten antisemitischen Übergriffe in Deutschland.
70 Jahre. Befreiung! Neuanfang?

Ausschreibungen: www.rosalux.de/stiftung/ausschreibungen.html

Veranstaltungen

Berlin, 6.5.: 100 Tage SYRIZA
Seit 100 Tagen ringt die neue SYRIZA-geführte Regierung in Athen mit ihren Gläubigern um die Zukunft ihres Landes. Dabei trifft sie auf heftigen Widerstand, vor allem bei der Eurogruppe, aber auch in Griechenland selbst. Wie die Lage im Land aussieht, was erreicht und auf den Weg gebracht worden ist, darüber berichtet Giorgos Chondros (Syriza).
Welche Politik die Regierung in Athen machen kann, hängt wesentlich von der Politik Deutschlands ab. Mit Hannah Eberle (Blockupy) und Bernd Riexinger (DIE LINKE) möchten wir darüber reden, wie in der Bundesrepublik Druck für einen Politikwechsel in Europa aufgebaut werden kann. Die Gewerkschaften haben mit ihrem Aufruf «Eine Chance für Europa» bereits vorgelegt und Blockupy hat am 18. März mehr als 20.000 Leute gegen die herrschende Krisenpolitik mobilisieren können. Doch wie weiter?

Mehr Berichte, Interviews, Analysen und Resumees zu «100 Tage SYRIZA» finden Sie ab dem 6. Mai in unserem Online-Spezial.

Das Weiterbildungsteam ist Teil der Akademie für Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ziel seiner Arbeit ist es, Inhalte, Persönlichkeitsentwicklung und politisches Handwerk zu verbinden. Die einzelnen Bildungsangebote werden so zu einem Begegnungsort für Linke, zu einem Ort politischer Debatte, kultureller Annäherung und breiter Vernetzung.

Bildungsurlaub: BurnOut in der Politik
Zum Umgang mit Erschöpfung und Belastung in linken Arbeitsfeldern
Vom 14. bis 18. Oktober 2015 laden wir zu einer Bildungswoche nach Sellin auf Rügen ein. Es geht um das Thema BurnOut-Prophylaxe und Umgang mit Erschöpfung in Politik und Politischer Bildung. Die Veranstaltung ist zum Bildungsurlaub anerkannt. Für den Ausstieg aus dem Alltag und kritische Blicke auf das eigene Tun sind für uns der goldene Herbst und das Meer ein guter Rahmen.

Berlin, 8.5.: Und: Action!
Bildungs- und Beratungsarbeit im Bereich politischer Aktionsformen
Training mit MultiplikatorInnenanspruch

Weitere Angebote


Gemaltes Porträt von Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras.


  • Die Rosa-Luxemburg-Stiftung auf der Linken Woche der Zukunft
    Die Zukunft kommt nicht irgendwann, ereignet sich nicht einfach, unabhängig von unserem Tun. Die Zukunft beginnt heute. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung organisierte in diesem Sinn im Rahmen der Linken Woche der Zukunft vom 23. bis 26. April 2015 in Berlin über 30 Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten: Ausstellungen, Performances, Filme, Lesungen, Salon-Gespräche, internationale Podien und strategische Debatten.  Nachzuschauen in zahlreichen Videodokumentationen.
  • Streikrecht-Tarifeinheit-Gewerkschaftspluralismus
    Videomitschnitte der Fachtagung vom 13. April in Erfurt
  • Im Schatten der G7 - Neoliberale Politik und Widerstand in Griechenland
    Am 14. und 15. April kamen in Lübeck die Außenminister der sieben stärksten Wirtschafsnationen zusammen. In Hamburg, Lübeck und Kiel diskutierte die Rosa-Luxemburg-Stiftung im Vorfeld über das G7-Treffen.
Videodokumentationen: www.youtube.com/rosaluxstiftung
Audiodokumentationen: soundcloud.com/rosaluxstiftung
Mediathek: mediathek.rosalux.de



«Mehr als prekär» - LuXemburg 1/2015

«Mehr als prekär»
Prekarisierung ist die neue Normalität

LuXemburg 1/2015 fragt nach strategischen Ansätzen im prekären Alltag, nach einem neuen «Anker», nach Möglichkeiten alltagsnaher Organisierung.

Prekarisierung meint längst nicht mehr nur die Ausweitung unabgesicherter, schlecht bezahlter Arbeitsverhältnisse – also mehr bad-jobs – sie ist in alle Lebensbereiche eingewandert: Zeitstress, die Unmöglichkeit das eigene Leben planen zu können, Verdrängung aus den Städten und wachsende Reproduktionslücken. Prekarisierung ist neue ‹Normalität› – und doch betrifft sie nicht alle gleichermaßen, sind die Möglichkeiten, mit vielfältigen Verunsicherungen umzugehen, stark klassenabhängig. Oft ist vom ‹Prekariat› die Rede – doch wer ist damit gemeint? »Alle wollen ihm entfliehen, niemand will dazu gehören«, schreibt Loïc Wacquant in LuXemburg 1/2015 über das «postindustrielle Prekariat».
Und doch: Griechenland spielt uns die Musik einer Neugründung Europas von unten vor – aus der Krise sind nicht nur Linderungen der größten Not, sondern auch politische Perspektiven für uns alle entstanden. Ob sie sich stabilisieren können, ist die drängende Frage. Auch Arbeitskämpfe in prekärem Gelände sind keinesfalls aussichtslos. Die zahlreichen Streiks der letzten Jahre – viele in Branchen, die als ‹unorganisierbar› oder wegen geschlechtlicher Zuschreibungen als nicht ‹kampffähig› galten – haben es gezeigt.
Die LuXemburg fragt nach strategischen Ansätzen im prekären Alltag, nach einem neuen «Anker», nach Möglichkeiten alltagsnaher Organisierung, die hierzulande ein Umdenken hinsichtlich linker Praxen erfordern.

Rosalux 1/2015

Bieder und Brutal
Pegida, AfD und Co.

Die Neuformierung der extremen Rechten in Deutschland steht im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe 1-2015 des Stiftungsjournals «RosaLux».

Brandanschläge und Hetze in Vorra, Tröglitz und andernorts, erschreckend hohe Pegida-Teilnahmezahlen in Dresden und brutale «Hogesa»-Gewalt in Köln sind alarmierende Anzeichen einer rechten Neuformierung in der Bundesrepublik. Pegida und die Wahlerfolge der «Alternative für Deutschland» ordnen sich ein in einen Trend rechtspopulistischer und teilweise rechtsextremer Parteien und Bewegungen in Europa – bei aller regionalen und nationalen Besonderheit der antiislamischen Bewegung in Sachsen, trotz eines schwächeren Ergebnisses der AfD in Hamburg als bei den Wahlen des Jahres 2014. Zugleich gibt es aber auch Gegenproteste, große praktische Hilfsbereitschaft und breite Unterstützung für Geflüchtete an vielen Orten.
So hat etwa Rot-Rot-Grün in Thüringen unter dem linken Ministerpräsident Bodo Ramelow einen Winterabschiebestopp verhängt und verwendet einen wohltuend anderen Ton in der Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik. Der Regierungschef untersetzt im RosaLux-Interview den Begriff der «Willkommenskultur»: Er spricht von Flüchtlingen als potenziellen «Neubürgern».
Weitere Themen im Heft: Blickpunkt - Syrizas Sieg und die Folgen für Europa. Analyse - Angst als Triebfeder der Produktivität. Bundesweit - Promotionskolleg zu linker Geschichte. Internationales - Kuba und die USA reden miteinander.

Alle Publikationen: www.rosalux.de/publikationen.html




Gipfel der Alternativen
  • Stuttgart, 3. bis 7.6.: «Damit wir klug werden»
    Die Rosa-Luxemburg-Stiftung auf dem Evangelischen Kirchentag
    Vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse und politischen Entwicklungen wird sich der Deutsche Evangelische Kirchentag 2015 in Stuttgart stärker mit dem Kampf gegen Krieg auseinandersetzen und nach Wegen zum Frieden in Europa und weltweit suchen müssen. Die Benennung der Ursachen weltweiter Flüchtlingsströme, der Kampf gegen Rassismus, Faschismus und Fremdenfeindlichkeit, die Verteidigung sozial und demokratisch gestalteter Gesellschaften zu der in Deutschland nicht nur Judentum, Christentum und Islam, sondern die Pluralität weltanschaulicher Vielfalt gehört, sind Themen auf dem diesjährigen Kirchentag.
    Die Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet auf dem Kirchentag und in einem Rahmenprogramm im Regionalbüro Stuttgart einige Diskussionsveranstaltungen an. Genaueres finden Sie auf unserem Kirchentag-Blog. Sie finden uns während des Kirchentages am Stand ZH4-F03.
  • München, 3. bis 4.6.: Internationaler Gipfel der Alternativen
    Für eine solidarische, friedliche und ökologische Welt
    Internationaler Kongress im Rahmen des G7-Gipfels im oberbayerischen Schloss Elmau.
    Am 7. und 8. Juni 2015 trifft sich die «Gruppe der Sieben» (G7) auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen. Dort wollen die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, der USA, Japans, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Kanadas über Außen- und Sicherheitspolitik, Probleme der Weltwirtschaft, des Klimawandels und Entwicklungsfragen beratschlagen.
    Mit dem «Gipfel der Alternativen» soll die Kritik an der G7 in die Öffentlichkeit getragen und die Alternativen zu der herrschenden Politik deutlich gemacht werden. Mit der Kritik der Politik der G7 werden ökonomische, ökologische, menschenrechtliche und friedenspolitische Ansätze diskutiert.

  • Berlin, 17.6.: Unsagbare Dinge
    Sex, Lügen und Revolution. Diskussion mit Laurie Penny.
    Laurie Penny zerlegt gnadenlos den modernen Feminismus und die Klassenpolitik, wenn sie von ihren eigenen Erfahrungen als Journalistin, Aktivistin und in der Subkultur berichtet. In ihrem neusten Buch spricht sie über Armut und Vorurteile, Online-Dating und Essstörungen, Straßenkämpfe und Fernsehlügen. Der Backlash gegen sexuelle Freiheit für Männer und Frauen und gegen soziale Gerechtigkeit ist unübersehbar – und der Feminismus muss mutiger werden! Laurie Penny spricht für einen Feminismus, der keine Gefangenen macht, dem es um Gerechtigkeit und Gleichheit geht, aber auch um Freiheit für alle. Um die Freiheit zu sein, wer wir sind, zu lieben, wen wir wollen, neue Genderrollen zu erfinden und stolz gegenüber jenen aufzutreten, die uns diese Rechte verweigern wollen. Es ist ein Buch, das jenen eine Stimme gibt, denen das Sprechen verboten wird – eine Stimme, die das Unsagbare ausspricht.

Fotonachweis:
- Gemaltes Porträt von Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras. Thierry Ehrmann, Flickr, CC BY 2.0
- LuXemburg 1/2015: Protest der 595 entlassenen Reinigungskräfte des griechischen Finanzministeriums in Athen, 2014, © Marios Lolos

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