Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Banner Rosa-Luxembug-Stiftung


UmCare - Strategiekonferenz Pflege und Gesundheit

UMCARE

Strategiekonferenz Pflege und Gesundheit

Berlin, 16. bis 18. Oktober 2015

Pflege und Gesundheitsversorgung sind vom neoliberalen Umbau des Sozialstaates massiv betroffen. Wer es sich nicht leisten kann, ist von einer bedarfsgerechten Versorgung zunehmend ausgeschlossen. Beschäftigte wiederum leiden unter Stress, niedrigen Löhnen und prekären Arbeitsverhältnissen. Auch für die, die Angehörige oder FreundInnen pflegen, steigt der Druck.

Wir brauchen einen grundlegenden Perspektivwechsel, eine UmCARE!

Auf der Konferenz wollen wir mit Angehörigen und Menschen mit Pflegebedarf, mit Beschäftigten, Gewerkschaften und Sozialverbänden diskutieren und gemeinsame Strategien entwickeln: Wie lassen sich Einstiege in den Ausstieg aus diesem System finden? Wie schaffen wir eine bedarfsgerechte Infrastruktur, die solidarisch finanziert und demokratisch gestaltet ist? Wie wehren wir uns gegen die Prekarisierung von Lebens- und Arbeitsbedingungen? Wie verbinden wir gewerkschaftliche Arbeitskämpfe mit den Anliegen derer, die auf Pflege und Unterstützung angewiesen sind? Wie sehen schlagkräftige, innovative Bündnisse aus?

Mehr Informationen: www.rosalux.de/umcare | #umcare


Berlin, 3.10.: Amazon - Solidarität über Grenzen hinweg
Internationales Podium mit Amazon-KollegInnen aus Deutschland, Polen und Spanien

Seit mehr als zwei Jahren kämpfen Beschäftigte von Amazon in Deutschland für einen Tarifvertrag. Deutschland ist der mit Abstand wichtigste Markt für Amazon außerhalb der USA. Hier hat die Gewerkschaftsbewegung bislang ihre stärkste Organisationsmacht und aktivste betriebliche Basis. Doch im Zeitalter grenzüberschreitender Lieferketten ist ein nachhaltiger Erfolg nicht im nationalen Alleingang möglich. Ohne eine enge Vernetzung mit Frankreich, Polen und den anderen internationalen Standorten wird die Auseinandersetzung nicht zu gewinnen sein. In der Diskussion sollen die Möglichkeiten für eine breite europäische Kampagne im Kampf um gewerkschaftliche Rechte und Mitbestimmung im Amazon-Konzern ausgelotet werden.

Hamburg, 13.10.: Festung Europa statt Willkommenskultur
Das EU-Grenzregime und seine Auswirkungen (Reihe «Identität und Stadt – postmigrantische Lebenswelten»)

Stellen wir uns eine postmigrantische Gesellschaft vor, in der Herkunft und nationale Grenzen nicht mehr zählen. Und konfrontieren wir diese Vision mit der Relalität. Bernd Kasparek vom Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung gibt Einblicke in die aktuelle Lage der Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen und die Strategien der EU-Flüchtlingspolitik. Im Anschluss stellt Miriam Edding das Watch the med Alarm Phone vor.

München, 16./17.10.: Internationale Schlepper und Schleuser Tagung
Zweite Fachtagung der weltweit agierenden Fluchthilfe-Organisationen vergibt zum ersten mal die «Goldene Lisa» an innovative Schlepper- und Schleuser-Unternehmungen.

Wichtigstes Tagungsziel ist die Neubewertung der Dienstleistungen Schleppen und Schleusen. In vier thematischen Podien werden internationale ExpertInnen den historischen und begrifflichen Perspektivenwandel des Gewerbes veranschaulichen, die aktuellen Fluchthilfe-Praxen vorstellen, die entsprechenden juristischen Interpretationen und die damit einhergehende Kriminalisierung thematisieren sowie einen fundierten Ausblick auf aktuelle Kampagnen- und Kunst-Strategien wagen. Mehr Informationen: www.iss2015.eu

Hannover, 17./18.10. - Leer, 24./25.10.: Emanzipatorische Kommunalpolitik
Einstiegsseminar will grundlegende Fragen beantworten

Weil wir alle in Kommunen leben, gestalten wir die Politik vor Ort mit. Aber geht linke Politik in Kommunen? Gibt es eine linke Kommunalpolitik oder spielen «rechts und links», bürgerlich oder bürgernah in der Kommunalpolitik keine Rolle, gibt es nur «Sachzwänge»? Ist örtliche Politik überhaupt noch möglich, wenn die Kommune pleite ist? Wie kann Transparenz in der Kommunalpolitik hergestellt werden - für mehr Beteiligung der Menschen statt Kungelei und Kirchturmpolitik?

«People of the other shore»
20.10. - 14.11.: «People of the other shore»
Fotoausstellung porträtiert Familien der auf dem Mittelmeer vermissten MigrantInnen aus Tunesien.

In den letzten fünf Jahren haben viele TunesierInnen versucht, Europa auf eigene Faust über das Mittelmeer zu erreichen und gelten heute als vermisst. Die Ausstellung wurde von der Stiftung gemeinsam mit dem Tunesischen Forum für ökonomische und soziale Rechte (FTDES) initiiert. Die auf dem Mittelmeer vermissten Menschen sowie die Gründe für ihre Flucht müssen durch ihre Angehörigen repräsentiert werden, nicht allein durch bloße Zahlen in den Medien.

18. - 23.10., München: Bildungsurlaubsreise zum NSU-Prozess

Das neofaschistische Terrornetzwerk NSU, die Sicherheitsbehörden und die deutschen Verhältnisse.

Für die Aufarbeitung des Terrorismus, der mit dem Netzwerk Nationalsozialistischer Untergrund verbunden ist, ist der NSU-Prozess in München der zentrale Fokuspunkt. Die Bildungsurlaubsreise soll, ausgehend von den direkten Eindrücken über das konkrete Geschehen im Saal A 101 des Oberlandesgerichts München einen Ort der persönlichen Bezugnahme schaffen. Wir wollen uns anhand dieses Beispiels mit verschiedenen Aspekten der Aufarbeitung befassen und dabei persönliche, juristische, staatliche, politische und mediale Herangehensweisen analysieren. Ziel des Seminars ist nicht primär das Vermitteln zusätzlicher Fakten, sondern das Erschließen von Zusammenhängen. Mehr Informnationen: www.rosalux.de/nsu

Hamburg, 21.10.: Von Steuertricks bis zu Steueroasen
Über legale Steuerpraktiken großer Unternehmen

Wie kommt es, dass Großkonzerne wie beispielsweise Starbucks und IKEA fast weniger Steuern in Deutschland zahlen, als der Handwerksbetrieb und das Lebensmittelgeschäft von nebenan? Was sind das für legale Tricks, die genutzt werden, damit diese Unternehmen Steuern in Deutschland vermeiden, obwohl sie hier sehr große Umsätze - und auch Gewinne - erwirtschaften? Warum gibt es keine einheitliche europäische Regelung und wie kann das verändert werden?

Berlin, 22. - 24.10.: UN|COMMONS
Kampf um Gemeineigentum. Workshops, Talks, Performances & Cooking

Wasser und Nahrungsmittel, Daten und Netzwerke, Medikamente und Kulturgüter: Wem gehören diese Ressourcen? Wer hat Zugang zu diesen Lebensgrundlagen? Wem werden sie verweigert? Was ist ihr Wert? Was könnten BürgerInnen mit ihnen machen, um die aktuellen Krisen zu überwinden? Und brauchen wir Zugangs- sowie Nutzungsregeln? Und wenn ja, wie sollten sie aussehen? Die Berliner Gazette lädt gemeinsam mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg Platz ein, diese Fragen bei der internationalen UN|COMMONS-Konferenz zu diskutieren. Hier rücken Lebensgrundlagen in den Fokus, die immer mehr privatisiert oder intransparent verwaltet werden.

Chemnitz, 23.10. - Dresden, 28.10. - Leipzig, 29.10.: Wie denkt und lebt der Osten?
Sozialreport 2014 «Die deutsche Vereinigung – 1990 bis 2014 – Positionen der BürgerInnen»

Am 3. Oktober 2015 jährt sich die deutsche Vereinigung zum 25. Mal. Viel ist in dieser Zeit passiert. Doch was bedeutet das für die Menschen, die im östlichen Teil der Bundesrepublik leben? Was hat sich für sie verändert und wie fühlen sie sich heute? Der Sozialreport stellt subjektive Einstellungen zu Bedingungen des sozialen Lebens, Bewertungen der gesellschaftlichen Entwicklung seit 1989, Werte und Grundhaltungen sowie Erwartungen an gesellschaftliche Akteure in den Mittelpunkt. Er wird seit 1990 jährlich durchgeführt. Einen zentralen Gesichtspunkt der Analysen bildet der Vergleich der Ergebnisse zwischen den neuen und alten Bundesländern.

Stuttgart, 29.10.: Erzwungene Wiederwahlen und türkischer Nationalismus
Zorla yeniden seçim ve Türk milliyetçiliği
Die letzten Rettungsanker für den politischen Islam in der Türkei?
Türkiye’deki siyasi İslam için son kurtuluş çapası mı?

Bei den türkischen Parlamentswahlen am 7. Juni 2015 wurde den autoritären Präsidialsystemplänen Erdoğans eine klare Absage erteilt. Das linke Wahlbündnis, die Demokratische Partei der Völker (HDP) zog erstmals mit 80 Abgeordneten in das Parlament. Doch die folgenden Koalitionsgespräche brachten keine Ergebnisse und Erdoğan ließ für den 1. November 2015 Neuwahlen ausrufen. Gleichzeitig begann jedoch ein Prozess, der die Türkei in einen blutigen Kriegszustand versetzte. Steuert die Türkei nun in einen blutigen Bürgerkrieg, wie bürgerliche Medien in Europa es befürchten? Oder wird nur der «schmutzige Krieg» der 1990er Jahre fortgeführt, welcher in der Prosperitätsära des «türkischen Wirtschaftswunders» im letzten Jahrzehnt unterbrochen war?

Alle Veranstaltungen: www.rosalux.de/veranstaltungen.html
Weiterbildungsangebote: www.rosalux.de/weiterbildung

Arbeiter protestieren. Foto: David Bacon


Frau betrachtet Bild in der Ausstellung
Videodokumentationen: www.youtube.com/rosaluxstiftung
Audiodokumentationen: soundcloud.com/rosaluxstiftung
Mediathek: mediathek.rosalux.de



RosaLux 2/2015

«Wahrheit gesucht»

Medien und ihre MacherInnen gelten als zunehmend unglaubwürdig. Manipulation statt Fakten: Die Arbeit mit und in den Medien steht im Mittelpunkt der Ausgabe 2-2015 des Stiftungsjournals «RosaLux».

Krise, Kriege, Katastrophen - die Berichterstattung der Massenmedien steht zunehmend in der Kritik, das Vertrauen von ZeitungsleserInnen, FernsehzuschauerInnen und InternetnutzerInnen schwindet. Ob Griechenland-Verhandlungen, Ukrainekonflikt oder Terrorgefahr - häufig geht Meinungsmache vor Recherche, so das Empfinden großer Teile des Publikums. Ökonomische Zwänge und staatliche Repression, wie jüngst gegen das Portal Netzpolitik.org, bringen zugleich kritische Stimmen in Bedrängnis. Und die Rechte versucht mit plumpen Parolen wie von der «Lügenpresse» politisches Kapital zu schlagen aus dem Ansehensverlust analoger und digitaler Informationsangebote.

Mehr Informationen: journal.rosalux.de
Alle Publikationen: www.rosalux.de/publikationen.html



Ausschreibungen: www.rosalux.de/stiftung/ausschreibungen.html


Vertretung der Europäischen Kommission in Athen
  • Berlin, 12. - 14.11.: Zerfall der EU oder demokratische Reorganisation von links
    Tagung zum Stand der Demokratie in Europa

    Die Kompromisslosigkeit einer strikt neoliberalen Ausgestaltung der EU scheint jede alternative, demokratische Perspektive zu blockieren und linke, sozialistische Optionen zu unterdrücken. Entsprechend findet sich bei den einen die Befürchtung, bei den anderen der Wunsch, die Eurozone und die Europäische Union möge ein Ende finden. Doch führt dies zwangsläufig zu der Frage, was die Alternative und die Situation nach dem Euro und der EU wäre. Diese Frage nach der weiteren Perspektive stellt sich für die Linke und die sozialen Bewegungen in Europa insgesamt.
    Die Tagung will Handlungsperspektiven der Linken und sozialen Bewegungen erörtern und danach fragen, ob die Perspektiven einer möglichen Demokratisierung in Europa und der EU durch die Entwicklungen insbesondere in den vergangenen Monaten völlig verstellt wurden oder welche strategischen Ansätze wieder Raum öffnen können für einen konstituierenden Prozess von unten.

  • Berlin, 26.11.: Verleihung des Hans-und-Lea-Grundig-Preises 2015
    In der Berlinischen Galerie wird die Kunstauszeichnung der Stiftung an die PreisträgerInnen überreicht.

    In Erinnerung an die antifaschistischen Dresdner KünstlerInnen Hans Grundig (1901-1958) und Lea Grundig (1906-1977) vergibt die Rosa-Luxemburg-Stiftung die Auszeichnung für künstlerische, kunstwissenschaftliche und kunstvermittelnde Leistungen. Sie hatte 2011 die Preisstiftung von der Universität Greifswald übernommen und 2012 den Preis erstmals an Oliver Sukrow verliehen, der sich in seiner Masterarbeit an der Universität Greifswald mit der umstrittenen Funktion Lea Grundigs als Präsidentin des Verbandes der Bildenden Künstler der DDR (1964-1970) historisch-kritisch auseinandergesetzt hatte.
    2015 wird der Hans-und-Lea-Grundig-Preis erneut vergeben. Er geht an Olga Jitlina (St. Petersburg), Lith Bahlmann und Matthias Reichelt (beide Berlin) sowie Ines Weizman und Team (Weimar).
    Am 26.11., dem Abend vor dem Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Rosa-Luxemburg-Stiftung, wird der Preis in Berlin feierlich überreicht.
     
    Mehr Informationen: www.hans-und-lea-grundig.de

Fotonachweise:
- «Your liberation is linked to ours»: (c) David Bacon
- RosaLux 2/2015 Titelbild: (c) dpa - Report

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Newsletter der Online-Redaktion (V.i.s.d.P. Erwin Heil)
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring-Platz1
10243 Berlin
Deutschland

www.rosalux.de
online-redaktion@rosalux.de
Fon: +49-(0)30-443100
Fax: +49-(0)30-44310230

Punktgenau informiert werden:
info.rosalux.de

socialmedia.rosalux.de
mediathek.rosalux.de