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Das war 2015


«DAS WAR 2015»


Ein Rückblick auf das Veranstaltungsjahr mit bewegten Bildern

«Wer kann die neue Zukunft machen?» war unsere zentrale Frage im Frühjahr bei der «Linken Woche der Zukunft». Dass nicht die G7-Staatschefs, die auf Schloss Elmau in Bayern tagten, für eine gerechte Zukunft sorgen würden, war immer klar. Unser Regionalbüro Bayern organisierte daher zusammen mit einem breiten Bündnis den «Internationalen Gipfel der Alternativen»

Zwei Jahre nach Edward Snowdens ersten Enthüllungen diskutierten wir mit seinen Vertrauten Sarah Harrison und Jacob Appelbaum und über den NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Weiterer internationaler Besuch kam im Juni mit der britischen Feministin Laurie Penny, die aus ihrem neuen Buch «Unsagbare Dinge» las.

Ein zentrales Thema 2015 war selbst­verständ­lich Flucht und Migration. Ne­ben vielen Einzel­ver­an­stal­tungen gab es im Som­mer die migrations­politische Ver­an­stal­tungs­woche «Die wider­spens­tige Inter­nationale» zum Thema «Leben, arbeiten, bleiben. Will­kommen in Berlin!».

Über das ganze Jahr be­gleitete die Stiftung den NSU-­Prozess. Viele Ver­an­stal­tungen mit inter­nationalen Gästen sind als Video­auf­zeich­nungen auf Deutsch, Englisch und Türkisch ab­ruf­bar. Ebenso wa­ren Grie­chen­land und die Krise der Euro­päischen Union in unserem Fokus. Zahl­reiche Gäste dis­ku­tierten über AusteritätDemokratie­defizite und Soziale Bewegungen.

Feierlich ging für uns das Jahr mit der Vergabe des Hans-und-Lea-Grundig-Preises und dem 25-jährigen Jubiläum der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu Ende.
 
Das war der Gipfel: COP21 in Paris
Klimagipfel erfolgreich, Klimaschutz gescheitert?
Wie ist der Abschluss zu bewerten?
Als Teil der globalen Klimagerechtigkeitsbewegung war die Stiftung vom 29.11. bis 12.12. gemeinsam mit PartnerInnen aus dem Globalen Süden beim UN-Klimagipfel in Paris. Nun steht das Abkommen. Das Ergebnis ist verlogen und widersprüchlich. Angesichts dessen, was man tun müsste, um die Klimakatastrophe wirklich zu verhindern, ist das Abkommen viel zu schwach. In unserem Dossier finden Sie unsere Einschätzung, auch unsere PartnerInnen kommen zu Wort.

Fotoausstellung in Berlin bis 26.1.
«Back to Rojava»
Aktuelle Bilder vom Alltag in Kurdistan sind im Moment im Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin zu sehen. Der Fotograf Markus Mühlhaus hat seine Fotos bei der Eröffnung am 8.12.2015 vorgestellt.  Die von der Stiftung unterstützte Ausstellung verbindet Aufklärung und Solidarität: Einzelne Abzüge im Format DIN A0 und A1 können gegen eine Spende an medico international mitgenommen werden.

«Back to Rojava» - Fotoausstellung in Berlin bis 26.1.2016

Bildungsreisen der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Reisend Lernen: Bildungsreisen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Politische Bildungsreisen ermöglichen die unmittelbare Begegnung, den Austausch und das Lernen von und mit Menschen, die aus eigener Erfahrung berichten, die sich politisch einbringen und vor Ort kritisch engagieren. Auf Rundgängen, Exkursionen und Besichtigungen, bei Begegnungen und Gesprächen werden neue Einblicke in gesellschaftliche und geschichtliche Zusammenhänge erschlossen. Die Landesstiftungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung bieten Studien- und Bildungsreisen ins In- und Ausland an. Schwerpunkte der Reisen sind aktuelle gesellschaftspolitische Themen und Entwicklungen, wie Fragen der Flucht und Migration oder der Krisenproteste in Südeuropa. Zudem werden auf den Reisen am Beispiel der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen und des antifaschistischen Widerstands historische Aspekte der europäischen Gedenkkulturen diskutiert.

Bislang wurden Reisen u.a. nach Athen, Istanbul, Marseille, Brüssel, Venedig und Reggio Emilia angeboten. In 2016 werden bisher sechs Bildungsreisen angeboten. Detaillierte Informationen zu Programm und Inhalt sowie zu Teilnahmegebühren und Anmeldung finden Sie hier: www.rosalux.de/bildungsreisen

Zur Veranstaltungsübersicht für Januar


Mütter und Großmütter der Plaza de Mayo, Buenos Aires
  • Menschenrechte – eine hochaktuelle Debatte
    18. RLS-Auslandsbüro in Buenos Aires eingeweiht
    «In Argentinien möchten wir die über die Projektpartner laufende Bildungsarbeit konsolidieren. Sie unterstützen seit jeher soziale Bewegungen und direkt Betroffene wie die Mapuche-Indígenas bei ihrem Kampf um Menschenrechte», sagt Gerhard Dilger, Büroleiter aus São Paulo, aus dessen Team Elisangela Soldatelli die Leitung des neuen Verbindungsbüros übernimmt.

  • Wie können wir die Kämpfe gegen Austerität und den Klimawandel verbinden?
    Die Menschheit sieht sich derzeit mit einer Reihe von schweren Krisen konfrontiert: der ökonomischen, sozialen, politischen, Versorgungs- und, nicht zuletzt, der Klimakrise, die die Existenz von Millionen Menschen auf diesem Planeten bedroht. Diese Krisen haben gemeinsame Ursachen, die tief in unserem globalen, von mächtigen Interessen getragenen Wirtschaftssystem verwurzelt sind. Kurz: Wir stehen einem grundsätzlichen Interessenkonflikt gegenüber. Beitrag von Asbjørn Wahl, New York

  • Frankreich zwischen Attentaten und Ausnahmezustand
    Die eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen und die ge­plan­te Aus­weitung des Aus­nahme­zu­standes nach den schweren Atten­taten in Paris am 13.11.2015 werden weit­reichende Ver­änderungen in der französischen Innen­politik zur Folge haben. Sie bilden eine Steil­vorlage für eine künftige Rechts­regierung, an der womöglich der rechts­extreme Front National (FN) beteiligt sein könnte. Der so­ge­nannte Islamische Staat (IS), als Urheber der Atten­tate, hätte dann min­des­tens eines seiner Ziele erreicht: Men­schen mit mus­limi­schem Hinter­grund, die in Frank­reich leben, sollen sich dort immer weniger zu Hause fühlen. Standpunkt von Bernard Schmid.

  • Die globale Krise der Verdrängung und Zwangsräumung
    Ein Ansatz zur Verteidigung des Rechts auf angemessen Wohnraum
    The Global Crisis of Displacement and Evictions
    A Housing and Land Rights Response
    In dieser englisch­sprachigen Studie berichtet UN-Sonder­bericht­erstatter Miloon Kothari zu an­gemes­senem Woh­nen, über die glo­ba­le Woh­nungs­krise und die zahl­reichen Men­schen­rechts­ver­letzungen, die sie er­zeugt. Dabei be­trach­tet er ins­beson­dere Zwangs­räumungen und andere For­men der Ver­drängung auf­grund von Krie­gen und Kata­strophen — natürlich also auch von Men­schen er­zeugte, wie z.B. die Fol­gen fehl­ge­lei­teter Ent­wicklungs­maß­nahmen. Heraus­gegeben vom Büro New York.



25 Jahre Rosa-Luxemburg-Stiftung
Videodokumentationen: www.youtube.com/rosaluxstiftung
Audiodokumentationen: soundcloud.com/rosaluxstiftung
Mediathek: mediathek.rosalux.de



Serverfarm von Google

«Smarte neue Welt»

LuXemburg 3/2015 fragt nach den strategischen Herausforderungen linker Politik: Wie hängt der digitale Wandel mit dem Umbau der Demokratie zusammen?

Die Roboter kommen, die Arbeit geht? Mit Schlagworten wie «Industrie 4.0», «Arbeit 4.0» oder «neues Maschinenzeitalter» werden derzeit Umbrüche in der Produktion verhandelt. Nicht immer ist es leicht, die strukturellen Veränderungen hinter der Ideologieproduktion auszumachen. Die digitale Revolution betrifft jedoch nicht nur Produktion und Arbeitsverhältnisse. Soziale Medien verändern grenzüberschreitend Kommunikationsweisen und Öffentlichkeiten, Lifelogging-Apps heben neoliberale Selbsttechnologien auf eine neue Stufe, und auf der Grundlage vernetzter Nutzerdaten wird Mobilität ebenso wie Pflege und Gesundheitsversorgung grundlegend umgebaut. Von den ökologischen Folgen dieser SMARTEN NEUEN WELT ganz zu schweigen.

Die neue LuXemburg fragt nach den strategischen Herausforderungen linker Politik: Wie hängt  der digitale Wandel mit dem Umbau der Demokratie zusammen? Was bedeutet er für die Neuzusammensetzung der Arbeit? Welche Potenziale der Vergesellschaftung stecken in den neuen Technologien, und wie können diese von links «gehoben» werden? Gibt es neue Hebel für soziale Gerechtigkeit, Gleichheit – für soziale, politische, kulturelle Teilhabe? Oder gelten am Ende doch alte Antworten auf neue Fragen?
 

«Europas Demokratie»

Über die Notwendigkeit einer radikalen Demokratisierung der Euro­päischen Union? RosaLux 3/2015

Regieren allein reicht nicht, das hat uns der Fall Griechenland gezeigt. Der Kampf für ein soziales, ein solidarisches Europa muss mit Druck von unten begleitet werden. Aber wo ist jeweils die richtige Ebene politischer Intervention und Organisierung? Wie können wir Linke trotz unterschiedlicher Positionen und Zielvorstellungen verbindende Perspektiven und Praxen finden, die keine vereinheitlichte Vorgehensweise, aber doch eine Synchronisierung widerständiger Politik für ein anderes Europa ermöglichen? In der letzten Ausgabe des Journals «RosaLux» in 2015 versuchen wir, Antworten darauf zu finden. In den Blickpunkt nehmen wir auch den turbulenten Sommer der Migration, wir betrachten den Kampf der Amazon-Beschäftigten und analysieren die Krise des Politischen in Westafrika. Zum 25-jährigen Jubiläum der Stiftung wagen wir einen Blick zurück auf die «Stunde Null».

Der lange Kampf der Amazon-Beschäftigen

Gewerkschaftliche Organisierung beim Weltmarktführer des Onlinehandels.

Seit Frühjahr 2013 kämpfen die in der Vereinten Dienst­leistungs­gewerkschaft (ver.di) organi­sierten Beschäf­tigten bei Amazon für einen Tarif­vertrag. Um was geht es? Amazon be­haup­tet, das Unter­nehmen würde sich am Tarif­vertrag der Logistik «orien­tieren». Fakt ist jedoch: Amazon hat keine Tarif­bindung und wendet über­haupt keinen Tarif­vertrag an, auch nicht den der Logistik, der geringere Löhne vor­sieht als die Tarif­verträge des Einzel- und Versand­handels.
Mit der Analyse liefern die Autoren Jörn Boewe und Johannes Schulten der Öffentlichkeit erst­mals eine umfas­sende Bilanz des bisherigen Arbeits­kampfes, der erkämpften Er­folge, aber auch der Heraus­forderungen, die noch vor den Beschäf­tigten liegen.

(Will-)kommen und bleiben

Work­shop­konzept für die Bildungs­arbeit in der Kommune

Vor dem aktuellen poli­tischen Hintergrund und angesichts der vielen Bünd­nisse und Initiativen, die seit Monaten unter­schiedliche An­sätze von «Willkommens­kultur» in ihren Kom­munen und Regionen um­setzen, ist An­fang 2014 der kommunal­politische Tages­workshop «Flucht, Asyl und Willkommens­kultur in der Kommune» entstanden. Der Workshop umfasst neben ein­führenden Infor­mationen zu kom­munalen Themen­gebieten eine kritische Be­trach­tung ak­tueller deutscher und europäischer Asyl- und Migrations­politik sowie Erfahrungs­berichte aus der Arbeit vor Ort.
Mit diesem Bildungs­material wurden die Er­fahrungen aus den Work­shops auf­ge­arbeitet. Es bietet ein komplettes Workshop­konzept vom An­kündigungs­text über den Zeit­plan bis hin zur Material­liste. 

Mehr zu den Bildungsmaterialien der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Wahlanalysen:

  • Spaniens Linke erstarkt
    Erleben wir die Institutionalisierung von PODEMOS oder eine Rückkehr der Demo­krati­sierungs­be­wegungen? Spanien nach den Wahlen vom 20. Dezember. Von Raul Zelik.

  • Frankreich nach den Wahlen
    Die Niederlage des Front National: Nochmal davon gekommen? Von Bernard Schmid.

  • Zwei-Drittel für die Opposition
    Dezember-Wahlen zum Parlament in Venezuela 2015. Von Malte Daniljuk.

  • Sanierte parlamentarische Diktatur
    Die Parlamentswahl in Ägypten im Herbst 2015 zementiert die Restaurierung der alten Eliteherrschaft und erlaubt alten Mubarak-Getreuen die Rückkehr ins politische Geschäft. Von Sofian Naceur.
Alle Publikationen: www.rosalux.de/publikationen.html




Ausschreibungen: www.rosalux.de/stiftung/ausschreibungen.html


Netzwerke - Großgruppenworkshop 2016

Netzwerke
Großgruppenworkshop
Berlin, 11. bis 13. 3.2016

Die Arbeit in netzförmigen Strukturen wird immer selbstverständlicher. Doch was genau macht ein Netzwerk aus? Welche Typen gibt es, welchen Zweck haben Netzwerke, was macht sie wirksam und stabil? Was bewegt einzelne Akteur_innen dazu, Teil eines Netzwerkes zu werden, zu bleiben oder es aktiv zu gestalten? Und was heißt das alles für die Begleitung oder Moderation von Netzwerken?

Verschiedene Ansätze der Großgruppenarbeit bieten einen Rahmen, der den Kontakten in Netzwerken sehr entspricht: es wird ein Raum für Fragen geöffnet, die alle Beteiligten interessieren, es wird offensiv zu Selbstorganisation eingeladen. Mit dem Großgruppenworkshop 2016 werden wir gemeinsam mit  40 bis 60 Teilnehmenden einen Schritt in Richtung unterstützend-kritischer Begleitung von Netzwerkstrukturen gehen.

Der Workshop ist Bestandteil des modularen Kurses «Große Gruppen begleiten».

Lesenswert in diesem Zusammenhang: «Netzwerken»
Bildungsheft mit Methodenblätter und Arbeitsmaterialien für emanzipatorische Netzwerkarbeit

Alle Weiterbildungsangebote: www.rosalux.de/weiterbildung

Das Kapital lesen. Band 1 sowie Band 2 und 3

Berlin, wöchentlich ab Montag, 15.2.2016, 19-21 Uhr

Karl Marx' Kritik der politischen Ökonomie

Seit 2006 organisiert die Rosa-Luxemburg-Stiftung «Kapital»-Lektürekurse. In wöchentlichen Treffen wird das Hauptwerk von Karl Marx gemeinsam diskutiert. Die TeamerInnen strukturieren die Sitzungen, die TeilnehmerInnen stellen die gelesenen Textabschnitte kurz vor. Externe ReferentInnen laden wir zu Wiederholungssitzungen ein (Michael Heinrich) oder zu Vorträgen über das Leben und Werk von Karl Marx (Rolf Hecker). Obwohl sich der Zugang zum «Kapital» oft schwierig gestaltet, lohnt es sich allemal, in den Text einzusteigen. Und gemeinsam ist es auch viel einfacher, als allein...


Fotonachweise:
- Büroeröffnung in Buenos Aires: Großmütter der Plaza de Mayo, © Fundação Rosa Luxemburgo São Paulo
- «Smarte neue Welt» Serverraum: © Connie Zhou/Google
- Illustration Großgruppenworkshop: Alexandra Bielecke

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